Stand: 03.01.2019 20:18 Uhr

Schiller-Oper: Stadt droht mit Zwangsmaßnahmen

In den nächsten Wochen bekommt die Eigentümerin der 1891 erbauten Schiller-Oper Post von der Kulturbehörde. Mit dieser so genannten Sicherungsverfügung wird die Besitzerin aufgefordert, unter anderem das Dach der denkmalgeschützten Schilleroper unverzüglich reparieren zu lassen. Dadurch soll der spektakuläre Rundbau auf St. Pauli vor dem weiteren Verfall geschützt werden.

Sollte die Eigentümerin diese Anordnung zur Reparatur nicht fristgemäß umsetzen, folgt die nächste Eskalationsstufe. Dann wird die Kulturbehörde die Schilleroper zumindest vorläufig in Stand setzen lassen. Im Rahmen der so genannten Ersatzvornahme. Alle Kosten muss die Besitzerin tragen.

Drei Gespräche geplatzt

In der Senatsantwort auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Heike Sudmann heißt es zudem, dass bereits drei geplante Gesprächstermine der Stadt mit der Eigentümerin der Schiller-Oper geplatzt sind. Und dass man seit rund einem Jahr nur schriftlich miteinander kommuniziere.

Denkmal-Ruine: Rundgang um die Schiller-Oper

Die Schiller-Oper in den 1920er-Jahren und heute:

Die Schilleroper in Hamburg Foto: Balster Die Schilleroper in Hamburg Foto: Oliver Diedrich
Weitere Informationen
24 Bilder

Zirkus, Oper, Bruchbude: Geschichte einer Ruine

Um 1890 turnen Elefanten und Artisten durch die Manege, dann wird aus dem Gebäude die Schiller-Oper. Heute ist der Stahl- und Wellblechbau in Hamburg eine Ruine. Bildergalerie

Als in Altona der Eisbär steppte

Die fantastische Geschichte der Schiller-Oper in Hamburg: 1891 ein Zirkus aus Wellblech, später Theater, Oper, Gefangenenlager. Heute - eine Ruine. Wir erzählen die Tragödie in drei Teilen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.01.2019 | 05:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:06
Hamburg Journal
02:32
Hamburg Journal
02:48
Hamburg Journal