SAGA und die Klimaziele: Eher Solarenergie statt Sanierung

Stand: 01.07.2021 20:59 Uhr

Wie erreicht man beim Wohnen die strengen Klimaziele des Senats? Die SAGA wehrt sich dagegen, jede Einzelwohnung teuer zu sanieren. Hamburgs städtisches Wohnungsunternehmen will stattdessen die Dächer zum Stromerzeugen nutzen, um CO2 einzusparen.

Neun Milliarden Euro würde es kosten, jede einzelne SAGA-Wohnung für die Klimaziele umzubauen. Das entspräche allen Mieteinnahmen mehrerer Jahre und es gäbe ewig Streit mit den Mieterinnen und Mietern, befürchtet SAGA-Chef Thomas Krebs. "Wenn wir jetzt sozusagen in einem Häuserkampf jedes einzelne Gebäude energetisch ertüchtigen wollen, wird uns schlichtweg die Zeit fehlen, um die Klimaschutzziele zu erreichen."

Solaranlagen auf die Dächer

Schneller und viel billiger sei es, ganze Quartiere energieneutral zu gestalten. Das geht so: Solaranlagen auf die Dächer von 50.000 Wohnungen und den Strom für Heizung und Elektroautos nutzen. Car-Sharing mache dann auch leerstehende Tiefgaragen überflüssig, so Krebs. "Ich bin schon ein bisschen in Sorge, dass wir die Tropfsteinhöhlen des 21. Jahrhunderts bauen", so der SAGA-Chef.

Beim Senat hat die SAGA ein Modellquartier durchgesetzt: Die Horner Geest mit 5.000 Wohnungen bekommt Solaranlagen und neue Heizungen - statt überall mehr Dämmplatten für die Fassaden.

Weitere Informationen
Das Logo der SAGA ist an der Geschäftsstelle Eimsbüttel zu sehen. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt

SAGA: Weniger neue Wohnungen, aber Mieten bleiben günstig

Hamburgs städtisches Wohnungsunternehmen hat weniger Wohnungen fertiggestellt, bleibt aber günstiger als der Mietmarkt. (01.07.2021) mehr

SAGA-Wohnungen in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt

SAGA verpflichtet sich, Immobilien zu behalten

Das städtische Hamburger Wohnungsunternehmen SAGA will in Zukunft keine Wohnungen mehr verkaufen. Ausnahmen gibt es allerdings. (12.03.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.07.2021 | 13:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Container liegen zur Abfertigung am Containerterminal im Hamburger Hafen. © picture alliance/ dpa Foto: Axel Heimken

Hamburg schreibt an neuem Entwicklungsplan für den Hafen

Arbeitsplätze sichern, aber bitte klimaneutral: Bis 2022 soll der neue Plan fertig sein - auch mit Hilfe der Hamburger. mehr