Stand: 21.02.2018 17:44 Uhr

Rentner-Konto abgeräumt: Mann vor Gericht

Ein 28-Jähriger muss sich seit Mittwoch wegen Betrugs vor dem Hamburger Amtsgericht verantworten. Er soll zusammen mit zwei Komplizen das Konto eines 79-Jährigen um rund 130.000 Euro erleichtert haben.

Daten über das Darknet beschafft

Die Täter gingen dabei offenbar so vor: Über das Darknet beschafften sie sich die Daten eines Kontoinhabers. Dann schrieben sie laut Anklage die Bank an und erklärten, die Wohnadresse des Kontoinhabers habe sich geändert. An die vermeintliche neue Adresse ließen sie sich die Girokarte mit PIN schicken. Mit dieser Karte und einem gefälschten spanischen Ausweis soll der Angeklagte dann bei Filialen in der Hafencity, in der Neustadt und in Wandsbek Geld abgehoben haben.

Die 130.000 Euro habe er bei seinem Freund abgeliefert, er selbst habe nur 1.000 Euro bekommen, sagte der 28-Jährige. Er habe seinem Freund ahnungslos vertraut.

Verfahren ausgesetzt

Die Richterin setzte das Verfahren nach einer halben Stunde aus. Sie will klären, welche Rolle der Hintermann tatsächlich spielte und wie die mutmaßliche Bande funktionierte. Der Hintermann wurde bereits zweimal verurteilt: Er sitzt jetzt für fast sieben Jahre im Gefängnis.

Ob der Kontoinhaber das Geld zurück hat, konnten am Mittwoch weder die Staatsanwaltschaft noch die Bank sagen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.02.2018 | 17:00 Uhr

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