Die Hamburger Finanzbehörde. © picture alliance / imageBROKER

Probleme mit Vermieter: Finanzbehörde prüft Umzug

Stand: 18.02.2021 13:04 Uhr

Seit fast 100 Jahren hat die Hamburger Finanzbehörde ihren Sitz in einem Klinkerbau am Gänsemarkt. Jetzt prüft die Behörde Alternativen, weil es Probleme mit der Eigentümerin gibt.

Feuchte Wände, marode Leitungen im Inneren: Die Liste der Mängel in dem Fritz-Schumacher-Bau der Finanzbehörde ist lang. Bereits seit zwei Jahren plant Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) die Sanierung. Das Problem dabei: Seit 2006 gehört das Haus nicht mehr der Stadt, es wurde unter Bürgermeister Ole von Beust (CDU) verkauft. Und die Eigentümerin, eine Privatstiftung aus Österreich, tut sich offenbar schwer mit den Wünschen der Finanzbehörde.

Bei Dressel wächst inzwischen der Frust: "Wir fluchen die ganze Zeit über den peinlichen Vertrag, der hier mal geschlossen wurde", sagte er vor Abgeordneten der Bürgerschaft. Durch die Corona-Pandemie habe sich die Situation für Besitzer von Büroimmobilien eigentlich verschlechtert, so Dressel. Aber das sei offenbar in Österreich noch nicht so ganz angekommen. Der Finanzsenator sagte: "Die Eigentümer sollten sich nicht sicher sein - einmal Finanzbehörde, immer Finanzbehörde." Der Mietvertrag läuft noch bis 2026, die Stadt hat aber eine Verlängerungsoption. Die Stiftung, der das Haus am Gänsemarkt gehört, war nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.02.2021 | 13:00 Uhr

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