Stand: 01.02.2017 20:05 Uhr

Polizist schießt Mann in St. Georg nieder

Im Hamburger Stadtteil St. Georg ist am Mittwoch ein Mann bei einem Polizeieinsatz angeschossen worden. Der 46 Jahre alte Beamte habe in einer offensichtlichen Notwehrsituation mehrfach geschossen und den Mann mindestens einmal ins Bein getroffen, sagte Polizeisprecher Timo Zill. Der 33 Jahre alte angeschossene Ghanaer wurde zu einer Notoperation in ein Krankenhaus gebracht.

Zwei Frauen hatten Mann mit Messer beobachtet

Den Schüssen war nach Zills Angaben ein Handgemenge zwischen dem Beamten in Zivil und seinem Widersacher vorangegangen. Der Polizist hatte den Unbekannten angehalten, nachdem er nach Polizeiangaben von zwei Prostituierten auf den offenbar aggressiv auftretenden und mit einem Messer bewaffneten Mann im Bereich der Robert-Nhil-Straße aufmerksam gemacht worden war.

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Vor diesem Lokal in St. Georg hat sich der Kampf abgespielt.

Als sich der Beamte dem 33-Jährigen näherte, habe dieser ihn mit einem Messer angegriffen, teilte die Polizei mit. Der Beamte habe zunächst Pfefferspray eingesetzt. Als der Ghanaer jedoch weiter versuchte, auf den Beamten einzustechen, habe dieser geschossen, um den Angriff abzuwehren. Zum Zustand des 33-Jährigen gab es keine Informationen. Der Polizist werde in der "psychisch belastenden Situation betreut", sagte Zill. Das Dezernat für interne Ermittlungen werde die Arbeit aufnehmen.

Rassismus-Vorwürfe gegen die Polizei

Am Tatort versammelten sich am Abend aufgebrachte schwarze Demonstranten, beschimpften die Beamten und warfen ihnen Rassismus vor, wie das Hamburg Journal im NDR Fernsehen berichtete.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.02.2017 | 20:00 Uhr

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