Stand: 22.08.2019 13:09 Uhr

Piraterie: Reederverband fordert mehr Schutz

Die deutschen Reeder fordern angesichts jüngster Überfälle auf Schiffe, einen verstärkten Kampf gegen Piraterie vor Westafrika. Seit der vergangenen Woche sind acht Seeleute einer Hamburger Reederei vor Kamerun entführt worden.

Forderung nach besserer Zusammenarbeit

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Fordert nicht nur eine bessere Zusammenarbeit der afrikanischen Anrainerstaaten, sondern auch mehr Einsatz Deutschlands: Ralf Nagel.

"Der Golf von Guinea vor der Westküste Afrikas ist derzeit Hotspot der Piraterie weltweit", sagte Ralf Nagel, Chef des Verbands Deutscher Reeder NDR 90,3. Die Anrainerstaaten wie Nigeria oder Kamerun müssten besser zusammenarbeiten und Informationen austauschen, forderte er. Vor Ort würden die Staaten zu wenig tun, um das Piratierieproblem in den Griff zu bekommen.

Der Reederverband sieht aber auch die Bundesregierung in der Pflicht. Wie in Somalia sollte sich Deutschland dafür einsetzen, zumindest immer einen aktuellen Überblick über die Lage zu haben. Eine Militärmission ist für die Reeder aber kein Thema.

Acht Seeleute vor Kamerun entführt

Seit einer Woche befinden sich insgesamt acht Seeleute der Hamburger Reederei MC Schiffahrt aus Bahrenfeld in der Hand von Piraten. Unbekannte hatten das Schiff "Marmalaita" auf Reede vor Kamerun überfallen und die Männer verschleppt. Nach Angaben des Außenministeriums in Moskau sind mehrere entführte Crewmitglieder Russen.

In der Regel velangen Piraten vor Westafrika Lösegeld von der betroffenen Reederei.

Weitere Informationen

Piraten überfallen Schiff einer Hamburger Reederei

Der Frachter "MarMalaita" der Hamburger Reederei MC-Schifffahrt ist vor der Küste Kameruns überfallen worden. Eine Gruppe Piraten soll acht Besatzungsmitglieder entführt haben. (17.08.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.08.2019 | 13:00 Uhr

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