Oberbillwerder: Hamburgs geplanter Stadtteil wird kleiner

Stand: 24.08.2021 19:00 Uhr

Hamburgs geplanter Stadtteil Oberbillwerder wird an den Rändern verkleinert. Die Planungsgesellschaft IBA reduziert die Wohnfläche um 35.000 Quadratmeter. Das hatte die Koalition im Bezirk Bergedorf so verlangt.

SPD, FDP und Grünen in Bergedorf war der Eingriff in die Wiesenlandschaft zu groß. Ein Jahr lang musste die IBA umplanen. Geschäftsführerin Karen Pein stellte das Ergebnis am Dienstag vor: "Wir reduzieren am Saum, das heißt, wir geben der Kulturlandschaft sechs Hektar zurück." Damit würden nun auf einer Fläche von 118 Hektar 6.000 bis 7.000 Wohneinheiten entstehen.

Fünf unterschiedliche Quartiere für bis zu 14.000 Menschen

Vielfalt ist das Motto - auch durch fünf unterschiedliche Quartiere. Oberbaudirektor Franz-Josef Höing: "Sie sehen verschiedene Wohnungsangebote, sehr kleinteilig: vom Mietwohnungsbau bis zum Einfamilienhaus an den Rändern." Vorher muss Hamburg aber Massen an Sand aufschütten, damit Oberbillwerder keine Probleme bei Starkregen bekommt.

Ab 2028 sollen bis zu 14.000 Menschen in Oberbillwerder leben. Geplant ist viel Platz für Sport und kein einziger Autostellplatz an den Straßen, sondern in elf Gemeinschaftsparkhäusern, sogenannten Mobilty Hubs.

Parkhäuser könnten abgerissen werden

"Wenn die Prognosen denn dann irgendwann greifen, dass wir viel weniger Autos haben, dann sollen die Mobility Hubs zurückgebaut oder umgenutzt werden können", sagte Pein. Ein Abriss Stock für Stock. Der Bund unterstützt das Musterprojekt. Die Hochgaragen sind billiger als Tiefgaragen.

Die Arbeiten für den neuen Stadtteil Oberbillwerder werden laut IBA voraussichtlich 2023 beginnen. Dann sollen erste Erschließungsarbeiten starten, die ersten Häuser werden voraussichtlich ab 2026 gebaut.

Weitere Informationen
Oberbillwerder, Planungsstand April 2019

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.08.2021 | 13:00 Uhr

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