Besucherinnen und Besucher des Roland-Kaiser-Konzerts warten in der Hamburger Barclays Arena auf seinen Auftritt. © picture alliance/dpa Foto: Markus Scholz

Mit 2G, ohne Maske: 10.000 Fans kommen zu Roland Kaiser

Stand: 02.10.2021 16:45 Uhr

In der Barclays-Arena in Hamburg war wegen Corona lange kein großes Konzert mehr zu erleben. Am Freitagabend kamen rund 10.000 Menschen, um Roland Kaiser zu sehen.

Seit 20 Monaten war die Arena am Volkspark nicht mehr so voll gewesen, lediglich kleinere Konzerte, Handballspiele und ähnliche Veranstaltungen mit wenig Besuchern und Besucherinnen fanden hier statt. Der Freitagabend war also so etwas wie ein Neubeginn - und zwar im großen Stil: 10.000 Menschen kamen und machten sofort mit dem ersten Lied von Roland Kaiser aus den Sitzplätzen Stehplätze. Sie sangen, jubelten, klatschten. Auch der Unterrang war voll, fast keiner trug eine Maske.

Auch Alkohol wurde ausgeschenkt

"Was für ein Empfang. Nach über 18 Monaten wieder hier zu Gast zu sein. Wir haben Sie sehr vermisst", sagte der Musiker zu seinem euphorischen Publikum. Der Auftritt des 69-Jährigen im Rahmen seiner "Alles oder Dich"-Tournee wurde unter 2G-Bedingungen umgesetzt. Das heißt: Alle Besucherinnen und Besucher mussten entweder genesen oder geimpft sein. Damit fielen gleichzeitig die Abstands- und Maskengebote. Auch Alkohol wurde wieder ausgeschenkt. Abgesehen von einigen Schildern und Masken tragendem Personal erinnerte nicht mehr viel an Corona.

"Endlich mal wieder raus", sagte ein Besucher dem Hamburg Journal. "Die Leute sind alle entspannt." Eine Besucherin fand die neugewonnene Konzert-Freiheit "unbeschreiblich." Es sei einfach toll, wie "alle gemeinsam hochspringen und feiern."

"2G ist ein wichtiger Schritt"

Für Arena-Chef Steve Schwenkglenks war der Abend ein wichtiger Neustart. "Es ist sehr emotional, dass wir seit 20 Monaten endlich wieder so voll sind." Zudem sei es schön, die Kollegen, Kolleginnen und die Crews wiederzusehen. Und natürlich sei auch die Wirtschaftlichkeit ein wichtiger Aspekt. "2G ist ein wichtiger Schritt, weil es ein erster Schritt in die Wirtschaftlichkeit ist." Bis zum Jahresende stehen noch rund 20 Veranstaltungen an und der Kalender für 2022 sei voll, sagte Schwenkglenks.

Er hoffe nun, dass es bald verlässliche 2G-Regeln für die Veranstalter in allen Bundesländern gebe. Denn eine Tour nur durch wenige Bundesländer lohne sich vom Aufwand her für die Musiker und Veranstalter schlicht nicht.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 02.10.2021 | 19:30 Uhr

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