Stand: 20.11.2017 06:43 Uhr

Linke fordert höheren Hamburger Mindestlohn

Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert eine deutlich bessere Bezahlung für Beschäftigte der Stadt Hamburg und von städtischen Unternehmen. Es sei nicht hinnehmbar, dass Tausende städtische Beschäftigte arm trotz Arbeit sind, sagte Deniz Celik, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Linken-Fraktion.

Unter anderem Reinigungsunternehmen betroffen

Mehr als 2.200 Beschäftigte von stadteigenen Reinigungsunternehmen sind für weniger als zwölf Euro pro Stunde tätig, genau wie knapp 700 Menschen beim städtischen Kita-Betreiber Elbkinder, wie der Senat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken schreibt. Derzeit gilt bundesweit ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,84 Euro.

Scholz hatte zwölf Euro gefordert

Einzelne Länder haben daneben aber noch einen eigenen Mindestlohn, der höher als der bundesweite liegt. Genau das fordert die Linksfraktion nun auch für Hamburg. Sie hat in die Bürgerschaft einen Antrag eingebracht, um den gerade erst abgeschafften Landesmindestlohn wieder einzuführen. Sie will damit Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) beim Wort nehmen mit seiner Forderung nach zwölf Euro pro Stunde.

Die SPD bremst allerdings bereits: Man werde nicht über jedes Stöckchen springen, so der Arbeitsmarktexperte Jens Schwieger. Priorität habe der bundesweite Mindestlohn.

Weitere Informationen

Scholz fordert Mindestlohn von zwölf Euro

Einen höheren Mindestlohn fordert Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) in einem Interview mit dem "Spiegel". Wer Vollzeit arbeite, solle im Alter nicht staatliche Hilfe benötigen. (03.11.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.11.2017 | 06:00 Uhr

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