Stand: 17.04.2018 13:27 Uhr

Lebenslange Haft für Raubmord an Rentner

Im Prozess um den tödlichen Überfall auf einen Rentner in der Straße Fontenay im Hamburger Stadtteil Rotherbaum hat das Landgericht am Dienstag einen 36-Jährigen aus Regensburg zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Es handele sich um ein "brutales und abscheuliches Verbrechen", sagte die Richterin. Die Beweislage sei so erdrückend, dass es nicht den Hauch eines Zweifels an der Täterschaft des Angeklagten gebe. Es sei völlig unverständlich, dass er die Tat so hartnäckig geleugnet habe.

Gerichtszeichnung des Angeklagten

Raubmord: Lebenslange Haft für 36-Jährigen

Hamburg Journal -

Im Prozess um einen tödlichen Überfall auf einen wohlhabenden Rentner in Hamburg hat das Landgericht einen 36-Jährigen wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

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Besondere Schwere der Schuld festgestellt

Das Gericht sprach den Transportunternehmer des Mordes, des Raubes mit Todesfolge und der Freiheitsberaubung mit Todesfolge schuldig. Zugleich stellte die Kammer die besondere Schwere der Schuld fest. Damit darf der Angeklagte nicht darauf hoffen, dass er nach 15 Jahren vorzeitig freikommt. Seine Verteidigerin kündigte einen Antrag auf Revision beim Bundesgerichtshof an.

Brutaler Überfall

Bei dem Überfall am 28. Juli 2017 hatte sich der Täter mit einem Ersatzschlüssel Zutritt zu der Wohnung des 77-Jährigen verschafft. Nachdem er die Wohnung nach Bargeld und Wertgegenständen durchsucht hatte, riss er das schlafende Opfer aus dem Bett. Dann schlug und trat er den 77-Jährigen. Dabei brach er dem wohlhabenden Mann zahlreiche Rippen. Laut Gericht schlug der Täter auch etwa 20 Mal mit einem festen Gegenstand gegen den Kopf des Opfers. Eingeschlossen im Schlafzimmer habe der 77-Jährige noch mindestens 15 Stunden auf dem Boden gelegen, bevor er seinen Verletzungen erlag, so das Gericht.

Der Angeklagte im Fontenay im Gerichtssaal. Er hält sich eine Mappe vor sein Gesicht. © NDR

Mord an der Fontenay: 36-Jähriger verurteilt

NDR 90,3 - NDR 90,3 Aktuell -

Das Hamburger Landgericht hat den Mörder eines 77-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt und mit dem Schuldspruch eine Entlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen.

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Der 36-Jährige und das Opfer kannten sich. Der Angeklagte war lange mit der Nichte des Rentners befreundet. Von ihr soll er gewusst haben, dass der 77-Jährige in seiner Wohnung stets viel Bargeld hatte.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 17.04.2018 | 19:30 Uhr

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