Stand: 21.01.2019 13:25 Uhr

Kleingärtner fühlen sich ausgespäht

Mehr als 1.000 Kleingärtner in Hamburg fühlen sich von der Umweltbehörde ausgespäht. Hintergrund ist ein Fragebogen zu Abwässern. Die Kleingärtner sprechen von einer rechtswidrigen Ausforschung und wenden sich deshalb an den Eingabenausschuss der Bürgerschaft.

Hat die Gartenlaube ein nicht genehmigtes Spülbecken? Oder ein Klo mit Wasseranschluss? Oder versteckt sich hinter den Mauern der Schreberlaube gar eine Badewanne oder eine Spülmaschine? Das will die Umweltbehörde wissen und hat deshalb zusammen mit dem Hamburger Landesbund der Gartenfreunde einen Fragebogen entwickelt.

Verbotene Einbauten

Solche Einbauten sind nämlich laut Satzung der Kleingärten verboten. Nach Angaben der Umweltbehörde wurden bei Kontrollen in den vergangenen Jahren aber immer wieder Verstöße festgestellt.  Die einzelnen Vereine sollen jetzt auch durch Vor-Ort-Kontrollen in den Lauben überwachen, ob die Gartenpächter die Wahrheit sagen.

Vorwurf: Kleingärtner werden ausgespäht

Das alles ist rechtswidrig, schreiben nun acht Hamburger Kleingartenvereine und der Interessenverband "Schreberrebellen" an die Bürgerschaft. Ohne konkreten Verdacht würden zehntausende Hamburger Kleingärtner ausgespäht, so ihr Vorwurf. Das gebe es sonst nur bei schweren Straftaten. Zudem bemängeln die Schreberrebellen angebliche Fehler beim Datenschutz.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.01.2019 | 13:00 Uhr

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