Container mit der Aufschrift Hapag-Lloyd. © picture alliance/imageBROKER Foto: Walter G. Allgöwer

Hapag-Lloyd: Frachter offenbar beschossen

Stand: 06.07.2021 06:26 Uhr

War es ein Versehen oder ein gezielter Angriff? Ein Frachter, der für die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd fährt, ist vor der iranischen Küste offenbar beschossen worden.

Rauchschwaden steigen von Deck des Frachters "CSAV Tyndall" auf. Ausgelöst durch einen oder mehrere Einschläge auf dem Schiff, das berichten arabische und israelische Medien. Wer hinter der Attacke vom Sonnabend steckt, ist bislang unklar.

Crew ist unverletzt

Die Reederei Hapag-Lloyd hat den 300-Meter-Frachter gechartert und setzt ihn im Liniendienst zwischen der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten ein. Auf Anfrage von NDR 90,3 erklärte eine Reederei-Sprecherin, die Crew des Schiffes sei unverletzt. Im Hafen von Jebel Ali, der zu Dubai gehört, werden jetzt die Schäden untersucht. Zu weiteren Details will sich Hapag-Lloyd nicht äußern.

Spannungen zwischen Israel und dem Iran

Israelische Sicherheitskräfte vermuten den Iran hinter dem Zwischenfall. Die "CSAV Tyndall" gehörte früher einem bekannten israelischen Geschäftsmann. In den vergangenen Monaten haben die Spannungen zwischen Israel und dem Iran zugenommen. Bereits mehrfach haben sich beide Länder gegenseitig beschuldigt, Schiffe attackiert zu haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 06.07.2021 | 06:00 Uhr

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