Stand: 24.09.2019 07:28 Uhr  - NDR 90,3

Hamburgerin reicht mit Thunberg Beschwerde bei UN ein

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Die Hamburgerin Raina Ivanova (Mitte) spricht gemeinsam mit anderen jungen Klima-Aktivisten beim UN-Klimagipfel.

Die Klima-Aktivistin Greta Thunberg und 15 weitere Kinder und Jugendliche aus zwölf Ländern haben eine Beschwerde beim Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen eingereicht. Darin werfen sie den UN-Mitgliedsstaaten vor, nicht genug gegen den Klimawandel zu unternehmen und damit gegen die vor 30 Jahre verabschiedete UN-Kinderrechtskonvention zu verstoßen. Unter den Jugendlichen ist auch die 15-jährige Raina Ivanova aus Hamburg.

"Ich möchte, dass unsere Stimme gehört wird"

"Ich möchte einfach, dass unsere Stimme gehört wird, und dass die Erwachsenen darauf reagieren und bessere Entscheidungen treffen", sagte Ivanova in New York. Sie kämpfe auch für ihre kleine Schwester. "Sie ist so viel jünger als ich, und wenn sich die Konsequenzen noch stark zuspitzen, wird sie viel stärker davon betroffen sein. Ich sehe, wie traurig es sie macht, wenn sie daran denkt."

Klimaschutz: Hamburgerin legt Beschwerde bei UN ein

Hamburg Journal -

16 Jugendliche aus aller Welt haben beim Kinderrechtsausschuss der UNO wegen der Versäumnisse beim Klimaschutz Beschwerde eingereicht. Mit dabei ist eine Schülerin aus Bergedorf.

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Thunberg: Staats- und Regierungschefs versagen

Die 1989 verabschiedete Kinderrechtskonvention legt Standards zum Schutz von Kindern weltweit fest - zu den Themen Überleben, Entwicklung, Nichtdiskriminierung, Interessenwahrnehmung und Beteiligung. "Die Staats- und Regierungschefs der Welt versagen dabei, die Rechte der Kinder zu beschützen, indem sie weiter nichts gegen die Klimakrise unternehmen", sagte die 16 Jahre alte Thunberg bei einer Pressekonferenz in New York. "Wir wollen sagen, dass es uns reicht."

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Thunberg: "Wie könnt ihr nur weiter wegschauen!"

Die junge schwedische Klima-Aktivistin Thunberg hat sich mit einer emotionalen Rede bei den UN in New York an die Weltgemeinschaft gewandt. Mehr bei tagesschau.de. extern

UN-Klimagipfel "riesige Chance"

Der UN-Klimagipfel sei eine "riesige Chance" für die Staats- und Regierungschefs der Welt zu beweisen, dass sie es ernst meinten, sagte Thunberg. Sie hoffe auf ein gutes Ergebnis. "Aber wir müssen uns auf das Schlimmste vorbereiten und weitermachen, auch wenn es ein schlechtes Ergebnis gibt."

Die Beschwerde ist aufgrund eines Zusatzprotokolls zur Kinderrechtskonvention möglich. Die Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 17 Jahren aus Argentinien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Indien, den Marshallinseln Nigeria, Palau, Südafrika, Schweden, Tunesien und den USA werden dabei von einer Rechtsanwaltskanzlei unterstützt. Auch das UN-Kinderhilfswerk Unicef unterstützt das Anliegen der Kinder, ist aber nicht offizieller Partner der Beschwerde.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.09.2019 | 07:00 Uhr

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