Stand: 19.11.2018 13:57 Uhr

Hamburger Hafen schwächelt weiter

Bild vergrößern
Im Vergleich zum Vorjahr sank der Gesamtumschlag im Hamburger Hafen um 3,4 Prozent.

Der Hamburger Hafen verliert erneut Ladung und Umschlag: In den ersten neun Monaten dieses Jahres verringerte sich der Gesamtumschlag gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 3,4 Prozent auf 100,8 Millionen Tonnen, teilte die Marketing-Gesellschaft des Hafens am Montag mit. Der wichtige Containerumschlag reduzierte sich um 2,4 Prozent auf 6,6 Millionen Standardcontainer (TEU). Das habe vor allem an einem geringeren Umschlag leerer Container gelegen.

Nordamerika-Handel leidet massiv

Die Hansestadt fällt immer stärker gegenüber der Konkurrenz in Nordeuropa zurück - vor allem im Vergleich zu Rotterdam und Antwerpen. Die stärksten Rückgänge gibt es im Handel mit Nordamerika: Der Umschlag ist um ein Viertel eingebrochen, weil Dienste verlagert wurden. Zudem sind insgesamt weniger leere Container in Hamburg umschlagen worden, so Ingo Egloff, Vorstand bei Hafen Hamburg Marketing.

Hoffnung auf vier Liniendienste

Zuwächse kann Hamburg dagegen im Warenaustausch mit Südamerika, Nordafrika und der Türkei verbuchen. Im kommenden Jahr setzt der größte Hafenbetreiber HHLA zudem darauf, dass die Reederei Hapag-Lloyd vier Liniendienste zur amerikanischen Ostküste nach Hamburg verlegt. Bislang laufen die Schiffe nur Bremerhaven an. Der Umschlag in Hamburg könnte dadurch auf einen Schlag um eine halbe Million Container wachsen.

Weitere Informationen

Häfen sehen sich vor großem digitalen Sprung

Autonome Fahrzeuge, Kräne und Umschlaganlagen: Die deutschen Häfen sehen sich kurz vor einem technischen Sprung nach vorn. "Wir sind die Besten der Welt", sagte der Hafenverbands-Präsident. (14.11.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.11.2018 | 13:57 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

01:58
Hamburg Journal
01:35
Hamburg Journal
03:10
Hamburg Journal