Hamburger FDP wählt Michael Kruse zum Spitzenkandidaten

Stand: 24.04.2021 19:05 Uhr

Die Hamburger FDP hat am Sonnabend über ihre Kandidaten und Kandidatinnen für die Bundestagswahl im September entschieden. Bislang ist sie mit zwei Abgeordneten im Bundestag vertreten.

Bei Online-Versammlungen wurden zunächst die Landesliste und am Nachmittag die Direktkandidaten und -kandidatinnen der sechs Wahlkreise bestimmt. Als Spitzenkandidat setzte sich der frühere Bürgerschaftsabgeordnete Michael Kruse durch. Neben ihm hatten sich die ehemalige Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen (Juli), Ria Schröder, der Bundestagsabgeordnete Wieland Schinnenburg sowie Juli-Landeschef Carl Cevin-Key Coste beworben. In einer nötig gewordenen Stichwahl erhielt Kruse 272 Stimmen, Coste bekam 132 Stimmen, wie ein Parteisprecher mitteilte. Zuletzt hatte Kruse gemeinsam mit Anna von Treuenfels die FDP-Bürgerschaftsfraktion angeführt.

Auch für Platz zwei und drei mehrere Bewerber

Spannend war auch die Wahl um Platz zwei. Dieser war begehrt, weil auch er noch gute Chancen auf einen Platz im Bundestag bietet. Insgesamt gab hier fünf Kandidaten, unter anderem Anna von Treuenfels, die derzeit einzige liberale Abgeordnete in der Hamburger Bürgerschaft. Doch sie musste sich - wie Wieland Schinnenburg, der sich auch um den ersten Platz beworben hatte - geschlagen geben. In einer Stichwahl setzte sich Ria Schröder durch. Auf Listenplatz drei wurde der Wirtschaftsprofessor Andreas Moring gewählt.

Nachfolge für Suding gesucht

Heute wollen die Elbliberalen bei einem Online-Parteitag auch ihren Landesvorstand neu wählen. Die bisherige Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Katja Suding hatte bereits im vergangenen Jahr ihren Rückzug aus der Politik angekündigt. Als mögliche Nachfolger haben Kruse und auch Daniel Oetzel ihren Hut in den Ring geworfen. Schinnenburg wollte sich auch zur Wahl stellen, tritt nun aber nicht mehr an.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.04.2021 | 17:00 Uhr

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