Containerschiffe werden am Terminal Burchardkai (l.) und bei Eurogate (r.) im Hamburger Hafen entladen. © picture alliance / dpa Foto: Axel Heimken

Hamburg will enger mit anderen Häfen zusammenarbeiten

Stand: 15.09.2021 20:13 Uhr

Der Hamburger Hafen soll enger mit anderen Häfen verknüpft werden. Seit über einem Jahr verhandeln die Hamburger und Bremer Hafenbetreiber HHLA, BLG und Eurogate über eine mögliche Zusammenarbeit - hinter verschlossenen Türen.

Die Gespräche sind jetzt auf einem guten Weg, sagte Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Mittwoch in der Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft. Das Ziel: keine Konkurrenz mehr beim Containerumschlag zwischen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven. Für Dressel ist wichtig, dass das klappt - und zwar unter Wahrung der Hamburger Interessen.

CDU: "Senat hat keinen Plan für den Hafen"

Diese Interessen unterstützt auch die Hamburger CDU. Götz Wiese wirft dem Senat allerdings insgesamt vor, keinen Plan für den Hafen zu haben und die Zügel schleifen zu lassen. "Der Wirtschaftssenator verfährt sich planlos im Hafenbecken", sagte Wiese.

Kritik ausländischer Einflussnahme

Krzysztof Walczak von der AfD kritisierte Pläne des Hamburger Hafenbetreibers HHLA, die chinesische Reederei Cosco an einem Terminal zu beteiligen. "Hier steht, noch in einem viel schlimmeren Maße, als das bei anderen ausländischen Einflussnahmen der Fall ist, unser Hafen auf dem Spiel", kritisierte Walczak.

Sonderwirtschaftszone Hafen?

Die Grünen dagegen wollen, nicht nur im Hafen, noch schneller CO2 einsparen als bislang, so Fraktionschef Dominik Lorenzen. "Die Wirtschaft wird grün sein oder sie wird nicht sein", sagte er. Anna von Treuenfels von der FDP hingegen schlägt vor, im Hafen eine Art Sonderwirtschaftszone für Start-ups zu schaffen und die Linken plädieren dafür, mehr in Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu investieren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.09.2021 | 19:00 Uhr

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