Stand: 21.01.2019 16:54 Uhr

Hamburg will Gäste von Shisha-Bars schützen

Gäste in Shisha-Bars sollen in Hamburg per Gesetz vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen geschützt werden. Einen entsprechenden Entwurf will die Gesundheitsbehörde nach eigenen Angaben vom Montag im Februar vorlegen. Betreiber sollen zu technischen Maßnahmen verpflichtet werden, damit der Kohlenmonoxid-Gehalt in der Raumluft den gesetzlich festgelegten Maximalwert nicht überschreitet. Vorgesehen sind Warngeräte, außerdem müssen die Räume besser belüftet werden. "Angesichts der gesundheitlichen Risiken ist es erforderlich, gesetzliche Vorgaben zu machen, die die Besucherinnen und Besucher der Shisha-Einrichtungen vor gesundheitlichen Gefahren schützen", sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD).

Das giftige Kohlenmonoxid entsteht bei der Verbrennung der Kohle in den Wasserpfeifen. Im schlimmsten Fall kann es zum Tod führen.

Shisha-Bar musste evakuiert werden

Zuletzt war am Wochenende eine Shisha-Bar am Eppendorfer Baum wegen erhöhter Kohlenmonoxid-Werte evakuiert worden. Zuvor sei in einem Krankenhaus bei zwei Gästen eine Kohlenmonoxid-Vergiftung festgestellt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Das Krankenhaus informierte die Feuerwehr, die in der Bar einen erhöhten Wert feststellte. Anschließend wurde das Gebäude evakuiert und durchgelüftet. Danach konnten die Gäste in der Nacht zum Sonntag wieder in die Bar zurückkehren. Die Polizei ermittelt nach Angaben einer Sprecherin wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.01.2019 | 16:00 Uhr

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