Stand: 02.01.2018 20:37 Uhr

Hamburg bekommt eine neue "Fahrradautobahn"

In der City Nord soll in diesem Jahr Hamburgs erste innerstädtische "Fahrradautobahn" entstehen. Der rund 1,3 Kilometer lange Abschnitt soll unter anderem das neue Pergolenviertel zwischen Hebebrandstraße (S-Bahnhof Rübenkamp) und Alte Wöhr (S-Bahnhof Alte Wöhr) mit mehr als 1.000 Wohnungen an das bestehende Radwegenetz anbinden. Eine Spur stadteinwärts, die andere stadtauswärts und immer noch genügend Platz zum Überholen, das ist der Plan. Mindestens drei Meter breit soll der Radschnellweg werden und er soll das ganze Jahr zügig befahrbar sein, heißt es in den entsprechenden Planungsunterlagen.

Freie Fahrt ohne Ampeln geplant

Fußgänger sollen den Schnellweg möglichst gar nicht kreuzen. Außerdem soll der Radschnellweg unter der sehr verkehrsreichen Hebebrandstraße durchgeführt werden, Radfahrer müssen also nicht an einer Ampel anhalten. "So etwas gibt es bislang nicht", sagt Harald Rösler (SPD), Leiter des Bezirks Hamburg-Nord. Vorbilder für den Radschnellweg in der City Nord finden sich aber beispielsweise in den Niederlanden und in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.

Baubeginn in der City Nord für die 1,3 Kilometer lange Strecke, die durch eine Grünanlage im Bezirk Nord führen und die Sengelmannstraße mit der Saarlandstraße verbinden soll, ist im April. Der Bezirk Nord rechnet mit Kosten von mehr als zwei Millionen Euro.

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Metropolregion will auch "Fahrradautobahnen"

Die Bundesregierung hatte bereits im Sommer angekündigt, dass sie bundesweit den Bau von "Fahrradautobahnen" in Ballungszentren fördern will, damit beispielsweise Pendler aus dem Umland auf das Auto verzichten können. Auf diesen Radschnellwegen sollen Radfahrer mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde vorankommen.

In der Metropolregion Hamburg wird seit September geschaut, wo die Routen genau verlaufen könnten. Wo gibt es etwa stillgelegte Bahntrassen und möglichst wenig Ampeln? Acht Radschnellwege werden nun genau auf ihre Umsetzbarkeit überprüft und davon führen sechs aus unterschiedlichen Richtungen nach Hamburg. Eine Strecke führt von Bad Schwartau über Lübeck nach Groß Grönau und eine von Wismar nach Schwerin. Hier geht es zu einer Karte mit den Korridoren für die Radschnellwege.

Die Metropolregion fördert das auf drei Jahre angelegte Projekt mit knapp einer Million Euro. Eine sogenannte Potenzanalyse für Radschnellwege liegt bereits vor und das Ergebnis der Machbarkeitsstudien soll bis 2021 stehen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.01.2018 | 06:00 Uhr

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