Stand: 02.06.2019 20:04 Uhr

Hamburg als Hauptstadt der Rotarier

Es ist der größte Kongress, den die Hamburg-Messe jemals organisiert hat: In Hamburg treffen sich bis zum Mittwoch etwa 25.000 Mitglieder des wohltätigen Rotary-Clubs in den Messehallen der Hansestadt. Aus insgesamt 170 Ländern sind sie zu ihrem fünftägigen Weltkongress in der Hansestadt angereist. Zu den Gastrednern gehörte am Sonntagvormittag auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Frauenquote soll erhöht werden

Bis zum Sommer 2023 wollen die Rotarier ihre Frauenquote auf 30 Prozent erhöhen. "Wir müssen sicherstellen, dass mehr Frauen Rotary beitreten und Führungspositionen erreichen", sagte Rotary-Präsident Barry Rassin am Sonntag. Auch der Nachwuchs, die Rotaracter, hätten ihn im vergangenen Jahr mit ihrer Führungsstärke beeindruckt. Sie seien die Rockstars von Rotary. Er appelliere an alle grau gewordenen Rotary-Führer, die im Laufe der Jahre so viel für diese Organisation getan haben, das zu beachten, was Rotaracter sagen und tun. Sie seien die Zukunft von Rotary.

Mann hält seinen Daumen hoch

Internationales Rotary-Treffen in Hamburg

Hamburg Journal -

Sie wollen die Welt ein klein wenig besser machen: die Rotarier. Bei einem internationalen Treffen in Hamburg wurden über 200 Hilfsprojekte rund um den Globus vorgestellt.

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Rotarier verfolgen humanitäre Ziele

Etwa 1,2 Millionen Rotarier gibt es weltweit. In Deutschland gibt es rund 1.100 Wohltätigkeitsclubs mit etwa 56.000 Mitgliedern. Die "Rotary International Convention" nutzen sie, um Kontakte zu knüpfen und zu besprechen, wie sie ihr Wissen und Netzwerk effektiver nutzen können, um anderen zu helfen. Rassin erklärte: "Hamburg ist als das Tor zur Welt bekannt. Wir freuen uns, die Welt nach Hamburg zu bringen."

Nächster Präsident kommt aus Ratzeburg

Am Sonnabend wurde bekannt, dass ein norddeutscher Immobilienkaufmann bald Präsident von Rotary International werden soll: Anfang Juli 2020 übernimmt Holger Knaack aus Ratzeburg (Schleswig-Holstein) den Posten für ein Jahr. "Ich fühle mich geehrt, das Vertrauen und die Unterstützung der 1,2 Millionen Mitglieder von Rotary zu haben", erklärte Knaack, der seit 27 Jahren Rotary-Mitglied ist. Als Präsident wolle er den wahren Wert von Rotary hervorheben, "wo Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zusammenkommen und sich selbst in unserem Engagement und unserer Wirkung wiederfinden".

Die Rotarier haben vor allem ein Ziel vor Augen: die Lebensqualität benachteiligter Menschen zu verbessern. Viele Mitglieder sind Führungskräfte, sie treffen sich in ihrer Freizeit mit Gleichgesinnten und verschreiben sich humanitären Zielen - für die fleißig gespendet wird. Wichtigstes Projekt: der Kampf gegen die Kinderlähmung. Die Rotary-Clubs wollen die Krankheit weltweit ausrotten.

Helfen auch vor der Haustür

Aber auch im Kleinen sind die Rotarier aktiv. In Hamburg schmieren die Clubmitglieder etwa auch mal Brötchen für ein Obdachlosen-Frühstück. In Amsterdam steigen Rotarier in die Kanäle und sammeln dort Plastik aus dem Wasser und die Jugendgruppe des deutschen Rotary-Clubs hat schon rund 500 Bienenhotels gebaut und aufgestellt.

Bisher größter Kongress der Hamburg Messe

Den Rotary-Club gibt es seit 1905. Er wurde in der US-Stadt Chicago gegründet. Die deutsche Version nahm 1927 in Hamburg ihren Anfang.

Die Weltkongresse der Rotarier finden jährlich statt. Bis zum Donnerstag werden die 25.000 Teilnehmer die Hotels der Stadt füllen. Mehr als 200 Rotary-Projekte werden auf dem Gelände der Hamburger Messe im "Haus der Freundschaft" in einer Ausstellung gezeigt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.06.2019 | 14:00 Uhr

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