Das Rathaus in Hamburg © Colourbox Foto: Giovanni

Hamburg: So bewerten Wirtschaft und Gewerkschaften die Wahl

Stand: 27.09.2021 11:39 Uhr

Nach der Bundestagswahl ruft die Hamburger Wirtschaft zu zügigen Koalitionsverhandlungen auf. Der DGB sieht Zeit für Veränderungen.

Klimawende, Digitalisierung, eine stärkere EU: Das sind nach Ansicht der Hamburger Handelskammer aktuell die großen Herausforderungen. Und dafür sei es wichtig, schnell eine handlungsfähige Regierung zu haben, sagte Norbert Aust, Präses der Kammer. Der Hauptgeschäftsführer der Handelskammer, Malte Heyne, sagte dem Hamburg Journal im NDR Fernsehen: "Mein Wunsch ist es, dass sich alle Hamburger Abgeordneten zu einer Hamburg-Koalition verbinden."

UV Nord warnt vor Belastungen

Der Präsident des Unternehmensverbands Nord (UV Nord), Philipp Murmann, warnte vor einer Politik der neuen Belastungen. Vor allem beim Thema Klima brauche man Industrie und Wirtschaft. Der UV Nord mahnte zudem an, dass neue Projekte schneller geplant und genehmigt werden sollten.

Handwerkskammer-Präsident Hjalmar Stemmann forderte, dass es spätestens im November eine handlungsfähige Regierung geben müsse. Der Arbeitgeberverband Nordmetall sieht es als gute Nachricht an, dass rechnerisch ein Bündnis mit der Linkspartei keine Mehrheit hat. Der Groß- und Außenhandelsverband spricht sich als einziger klar für eine Jamaika-Koalition aus - mit der CDU an der Spitze.

DGB-Chefin: "Zeit für Veränderungen"

"Ich denke, dass die Trends ganz deutlich gezeigt haben, dass es Zeit ist für Veränderungen", sagte die neue DGB-Hamburg-Vorsitzende Tanja Chawla. Eine Wunschkoalition habe sie nicht, "uns ist es aber wichtig, den Mindestlohn von zwölf Euro durchzusetzen, um Armut zu verhindern." Sie sei optimistisch, dass eine Regierungsbildung schnell hinzubekommen sei. "Weihnachten ist noch ziemlich weit weg."

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 27.09.2021 | 09:30 Uhr

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