Stand: 02.07.2018 06:00 Uhr

HPA braucht zusätzliche Millionen von der Stadt

Die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) braucht von der Stadt für das vergangene Jahr zusätzlich mehrere Millionen Euro, um einen höheren Verlust auszugleichen. Hauptgrund ist nach Angaben des Senats, dass besonders viel Schlick gebaggert werden musste.

Höherer Verlust als erwartet

Die Lücken im Haushalt der Hafenverwaltung werden immer größer - das sagt FDP-Fraktionschef Michael Kruse. Eigentlich hatte die HPA für das vergangene Jahr von vornherein einen Verlust von rund 34 Millionen Euro eingeplant. Für 2017 beantragt der Senat nun rückwirkend aber mehr als 47 Millionen Euro. In der Vergangenheit wurden die Lücken noch aus der sogannten HHLA-Milliarde gestopft, die die Stadt durch den Teilverkauf des größten Hamburger Hafenunternehmens eingenommen hatte. Das Geld ist aber inzwischen aufgebraucht.

Opposition: HPA gerät in finanzielle Schieflage

Die Probleme seien zu einem Teil hausgemacht, so Kruse. "Die HPA hat große Probleme, insbesondere im Bereich der Kreislaufbaggerei. 100 Millionen Euro werden jährlich dafür ausgegeben, dass wir den Schlick im Kreislauf baggern", sagte er NDR 90,3. Der größte Teil des Schlicks werde gleich hinter der Stadtgrenze wieder in die Elbe gekippt bei der Elbinsel Neßsand - und dann wieder in den Hafen gespült. Und Thilo Kleibauer, haushaltspolitischer Sprecher der CDU, sieht vor allem die Stadt als Eigentümer der HPA in der Pflicht. "Man hat das Gefühl, er Senat manövriert die HPA in eine finanzielle Schieflage. Das Eigenkapital sinkt im dritten Jahr in Folge." Die Hafenverwaltung zehrt also an ihrer Substanz.

Wieviel Verlust die HPA im vergangenen Jahr tatsächlich gemacht hat, ist bislang nicht bekannt - der Jahresabschluss soll erst in dieser Woche vom Aufsichtsrat abgesegnet werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.07.2018 | 06:00 Uhr

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