Stand: 11.02.2020 16:47 Uhr

HHLA und Hapag-Lloyd einigen sich doch noch

Ein Containerschiff wird in einem Terminal des Hamburger Hafens beladen. © dpa - Bildfunk Foto: Fabian Bimmer
Hapag-Lloyd will auch in den kommenden fünf Jahren Schiffe zum Burchardkai schicken.

Die Reederei Hapag-Lloyd läuft mit ihren Schiffen auch in den kommenden fünf Jahren regelmäßig den Hamburger Hafen an. Das Unternehmen hat sich nach monatelangen zähen Verhandlungen mit der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) auf einen neuen Vertrag geeinigt.

Es ging um Preise

Hapag-Lloyd ist für rund ein Viertel des gesamten Umschlags im Hamburger Hafen verantwortlich - zusammen mit den Partnern im Netzwerk "The Alliance" sogar für die Hälfte. Und gerade diese Partner hätten Druck gemacht wegen der Preise im Hamburger Hafen, wie Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen vor einigen Monaten NDR 90,3 gesagt hatte. Im Raum stand die Drohung, notfalls Dienste aus Hamburg abzuziehen.

Hinter verschlossenen Türen verhandelten HHLA und Hapag-Lloyd monatelang - die HHLA forderte dabei angeblich einen Millionen-Zuschlag, den Hapag-Lloyd nicht zahlen wollte. Mehrmals standen die Verhandlungen kurz vor dem Scheitern.

Verzicht auf den Millionenzuschlag

Jetzt geben sich beide Seiten nach außen hin versöhnlich: "Wir freuen uns sehr, die langjährige vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit fortsetzen zu können", so die Vorstandschefs Angela Titzrath und Habben Jansen. Für die HHLA dürfte sich der Verzicht auf den Millionenzuschlag dennoch auszahlen: Ab April nimmt Hapag-Lloyd die südkoreanische Reederei Hyundai in seine Allianz mit auf, was zusätzliche Ladung nach Hamburg bringen könnte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 11.02.2019 | 17:00 Uhr

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