Stand: 04.09.2019 15:50 Uhr

Grundstein für SOS-Kinderdorf in Hamburg gelegt

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Das Modell zeigt, wie das SOS Kinderdorf in Dulsberg 2021 aussehen soll.

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat am Mittwoch den Grundstein für das erste SOS-Kinderdorf in der Stadt gelegt. "Es geht um nichts anderes, als dass sich die Kinder hier in Hamburg wohlfühlen", sagt Leonhard über das neue Projekt. An der evangelischen Kirchengemeinde bei der Straßburger/Weißenburger Straßes entsteht Wohnraum für 18 Kinder, Kursräume und ein Familiencafé.

Durch das Kinderdorf mitten in der Stadt sollen die Kinder in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können - auch wenn sie nicht mehr in der eigenen Familie leben können. Der Bau des Gebäudes wird komplett aus Spenden finanziert und soll rund zehn Millionen Euro kosten. Derzeit fehlen noch etwa 4,9 Millionen Euro.

SOS-Kinderdorf für 18 Hamburger Kinder

Das bisherige Familienzentrum in Dulsberg ist mittlerweile zu klein geworden für die vielen Angebote. Deshalb wird es künftig am neuen Standort untergebracht mit einem Café, einem Kinderkleiderladen sowie Beratungs- und Kursräumen. So können sich Eltern vernetzen und Beratung für Erziehungsfragen- und Familienthemen finden.

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"Somit sind künftig zwei Konzepte unter einem Dach", sagte der Leiter des SOS-Kinderdorfs in Hamburg, Torsten Rebbe, dem Hamburg Journal. In dem nicht öffentlichen Gebäudeteil wird es drei Wohneinheiten geben. Dort sollen drei Kinderdorffamilien mit bis zu 18 Hamburger Kindern und Jugendlichen leben.

2021 sollen die SOS-Kinderdorf-Familien einziehen

Wenn alles nach Plan läuft, soll der "Hafen für Familien" im Frühjahr 2021 eröffnen. Für die SOS-Kinderdorffamilien werden auch noch Erzieher gesucht, die als Kinderdorfmütter oder Kinderdorfväter mit den Kindern und Jugendlichen unter einem Dach leben und sie rund um die Uhr betreuen.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 04.09.2019 | 17:00 Uhr

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