Stand: 15.05.2020 21:51 Uhr

"Fridays for Future": Demo auf dem Rathausmarkt

Demonstrierende auf einer Fridays for Future-Demo. © NDR Foto: Screenshot
Die Aktivistinnen und Aktivisten haben am Freitag ihre Fahrräder vor dem Rathaus aufgereiht.

Bei einer Protestaktion auf dem Hamburger Rathausmarkt haben Aktivistinnen und Aktivisten der Klimabewegung "Fridays for Future" für eine Verkehrswende und den Ausbau der Fahrradwege in der Hansestadt demonstriert. "Die Grünen und die SPD in Hamburg konnten sich in den Koalitionsverhandlungen noch nicht einigen - mit unserem Protest wollen wir Druck machen", erklärte Annika Rittmann, eine Sprecherin von Fridays for Future in Hamburg, bei der Aktion am Freitag.

Aktivisten hatten Aktionen zuletzt ins Netz verlegt

SPD und Grüne wollen am Sonntag weiter verhandeln. Am Freitag war "Fridays for Future"erstmals wieder eine größere Klima-Kundgebung mit 50 Personen genehmigt worden. In den vergangenen Wochen hatten die Aktivistinnen und Aktivisten ihre Freitagsdemos wegen der Corona-Pandemie ins Netz verlegt und zum wöchentlich #NetzstreikFürsKlima aufgerufen. Während des fünften globalen Klimastreiks Ende April hatten sie in Hamburg in einem "stillen Protest" mehrere Hundert Demo-Schilder auf dem Rathausmarkt ausgelegt.

Neubauer: Klima-Thema darf in Corona-Krise nicht warten

"Wir demonstrieren zu einer Zeit, die entscheidender nicht sein könnte für uns", sagte Klima-Aktivistin Luisa Neubauer. Dass das Klima-Thema in der Corona-Krise warten könnte, sei ein großes Missverständnis. Die Klimakrise verschärfe sich weiter, gleichzeitig dürfe nicht demonstriert werden. "

Protest sei klimarelevant und demokratisch

"Noch nie war die Ungleichheit zwischen denen, die Entscheidungen fällen, und denen, über die entschieden wird, in Friedenszeiten in Deutschland größer", sagte Neubauer. Der Protest sei deshalb nicht nur klimarelevant, sondern auch demokratisch. Neubauer rief dazu auf, auch in der Krise mit allen möglichen Mitteln und mit der gebotenen Vorsicht, die Regierenden an ihre Verantwortung zu erinnern.

Demo mit Mund-Nasen-Schutz und Abstand

Bei dem Protest trugen die Schülerinnen und Schüler und Studierenden einen Mund-Nasen-Schutz und achteten darauf, die Abstandsregel von 1,50 Meter einzuhalten. Nach Angaben der Veranstalter war für die Kundgebung keine Werbung gemacht worden, um zu verhindern, dass die Personenzahl von 50 überschritten würde. Die Aktivisten hatten ihre Fahrräder vor dem Rathaus aufgereiht. Auf Schilder war der Slogan "Verkehrswende statt Weltende" zu lesen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.05.2020 | 13:00 Uhr

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