Fegebank hält härteren Lockdown für sinnvoll

Stand: 28.03.2021 19:37 Uhr

Die Corona-Fallzahlen in Hamburg sind zuletzt stark angestiegen. Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) hält darum einen härteren Lockdown für sinnvoll.

Sie sei dafür, dass die Bund-Länder-Runde sehr viel früher als wie geplant erst am 12. April zusammenkomme, sagte sie am Sonntagabend im Hamburg Journal. Und dann gehe es darum, "auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse jetzt noch einmal Maßnahmen zu ergreifen und alles auszuschöpfen - und sei es ein kurzer, aber wirklich harter Lockdown."

"Dann muss auch alles auf den Tisch"

Die Grundidee der "Oster-Ruhe" sei nicht schlecht gewesen. "Wir brauchen einmal das Herunterfahren des gesamten Lebens, damit wir nicht noch über Wochen und Monate die Situation haben, die viele belastet. Und dann muss auch alles auf den Tisch." Auch die Schließung von Schulen und Kitas halte sie "in einem letzten Schritt" für möglich.

Gleichzeitig solle man sich dann Gedanken über Modellprojekte machen, "um auch die Hoffnung der Menschen ein Stück weiter am Leben zu halten."

"Die Vielstimmigkeit macht die Leute total kirre"

Hamburg habe sich bislang immer an die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz gehalten. "Wir haben sie teilweise sogar schärfer ausgelegt, als das vorgesehen war", so Fegebank. Nun sei es erst einmal wichtig, dass Deutschland bei den Corona-Maßnahmen zu einer Einheitlichkeit zurückkomme. "Die Vielstimmigkeit an Maßnahmen der Länder und der einzelnen Kommunen macht die Leute total kirre."

Auch Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) beklagte sich am Sonntag über einen bundesweiten "Flickenteppich" und forderte einheitliche Corona-Maßnahmen. Der Co-Fraktionschef der Grünen, Dominik Lorenzen, hatte am Sonnabend im Gespräch mit NDR 90,3 einen kurzen, dafür aber sehr harten Lockdown verlangt - und zwar möglichst sofort. Alles, was nicht systemrelevant sei und alles, was sich kurzfristig stoppen lasse, solle für eine Woche komplett gestoppt werden.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 28.03.2021 | 19:30 Uhr

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