Stand: 03.01.2020 20:06 Uhr  - NDR 90,3

Erstmals Konzertabbruch in der Elbphilharmonie

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Das Neujahrskonzert "St. Pauli Theater meets Elbphilharmonie" muss mehrfach wegen technischer Probleme unterbrochen werden.

Am Donnerstagabend ist zum ersten Mal in der Geschichte der Elbphilharmonie ein Konzert abgebrochen worden. Der Grund waren technische Probleme. Das Neujahrskonzert "St. Pauli Theater meets Elbphilharmonie" hatte kaum begonnen, da versagte beim ersten Künstler des Abends das Mikrofon: Bei seinem zweiten Lied war Volker Lechtenbrink kaum noch zu verstehen. Das Problem konnte zunächst nicht behoben werden, das Publikum wurde in die Pause geschickt.

Konzert in der Elbphilharmonie abgebrochen

Hamburg Journal -

Das Neujahrskonzert "St. Pauli Theater meets Elbphilharmonie" musste mehrfach unterbrochen und schließlich komplett abgebrochen werden. Grund war ein defektes Tonpult.

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Vorstellung wird mehrfach unterbrochen

Das Orchester versuchte, die Pause musikalisch zu überbrücken. Die Zuschauerinnen und Zuschauer reagierten sehr unterschiedlich auf die Unterbrechung: Einige protestierten lautstark, andere stimmten spontan den Klassiker "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" an - bei dem schließlich der ganze Saal mitsang und sogar das Orchester einstimmte.

Nach einer halben Stunde konnte das Konzert zunächst fortgesetzt werden, Lechtenbrink seinen Vortrag zu Ende bringen. Dann jedoch gab es erneut Probleme: Liedermacherin Katie Freudenschuss musste ihren Auftritt am Klavier ohne Mikrofongesang zu Ende bringen und auch bei Gitte Haenning versagte die Beschallung. Es kam zu einer weiteren ungeplanten Pause.

Endgültiger Abbruch

Hinter den Kulissen wurden Telefonate mit Elbphilharmonie-Intendant Christoph Lieben-Seutter geführt. Gegen 22.45 Uhr wurde das Konzert endgültig abgebrochen, nachdem auch Moderatorin Gerburg Jahnke nicht mehr zu verstehen war. Die Auftritte von Robert Kreis und Stefan Gwildis fielen aus.

Ein extern angemietetes Tonmischpult sei während des Konzertes kaputtgegangen, teilte ein Sprecher der Elbphilharmonie mit. Man arbeite häufiger mit angemieteten Tonmischpulten, sofern es die jeweilige Produktion erfordere. Die Mitarbeiter der Elbphilharmonie konnten trotz zweier Unterbrechungen des Konzertes die Ursache für den Fehler nicht finden. Veranstalter des Konzerts war das St. Pauli Theater, die Beschallung habe man aber über die Elbphilharmonie erhalten. Diese verlangt bis zu 17.000 Euro, wenn sie die Beschallung für ein Konzert organisiert.

Entschädigung für die Besucher angekündigt

Dennis Just, Technischer Leiter der Elbphilharmonie, entschuldigte sich vor dem Publikum für die mehrfachen Ausfälle. Ein Sprecher der Elbphilharmonie teilte mit, dass man in Abstimmung mit dem St. Pauli Theater an einem Ersatzangebot für die Besucherinnen und Besucher arbeite. Wie dies genau aussähe, würde aber erst Mitte kommender Woche mitgeteilt werden.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.01.2020 | 19:30 Uhr

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