Stand: 17.03.2020 10:22 Uhr

Equal Pay Day: Fegebank fordert gleiches Gehalt

Frauen verdienen im Bundesdurchschnitt 20 Prozent weniger als Männer. Darauf macht der heutige "Equal Pay Day", der internationale Aktionstag gegen ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam. Knapp 17 Euro brutto verdienen Frauen pro Stunde laut dem Statistischem Bundesamt in Wiesbaden - und damit vier Euro weniger als Männer.

Fegebank: "Gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit"

Im Jahr 2012 lag der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Hamburg noch bei 24 Prozent, bis 2017 fiel er auf 20 Prozent. Diese Zahlen entstammen dem sogenannten Gleichstellungsmonitor der zuständigen Hamburger Behörde für Wissenschaft und Gleichstellung. Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sagt dazu: "Frauen leisten im Job und für die Familie Großartiges - gerade in diesen Tagen. Gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit muss unser gemeinsames Ziel sein."

Forderung: Soziale Berufe aufwerten

Der Durchschnittsverdienst bezieht sich auf alle Branchen und Berufe. Dabei werden unterschiedliche Erwerbsbiografien und Berufswahl nicht berücksichtigt. Zum Beispiel, dass Frauen häufiger in Teilzeit und in Minijobs arbeiten oder in sozialen Berufen, die oft geringer bezahlt werden. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) fordert deshalb, eine Mindestzahl von Frauen in Vorständen großer Unternehmen. Außerdem will die Ministerin eine Aufwertung sozialer Berufe durchsetzen.

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Ein Symbolbild zeigt einen Mann und eine Frau auf ungleich hohen Geldstapeln © imago stock&people

Equal Pay Day: Ab jetzt verdienen auch Frauen Geld

Männer in Deutschland verdienen im Durchschnitt 21 Prozent mehr als Frauen. Demnach haben Frauen die ersten 77 Tage kein Gehalt bekommen. Ab dem "Equal Pay Day" verdienen auch sie. (17.03.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.03.2020 | 10:00 Uhr

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