Stand: 17.01.2020 17:25 Uhr

Elbvertiefung: Neuer Termin vor Bundesverwaltungsgericht

Das Baggerschiff "Bonny River" fährt auf der Elbe. © picture alliance / dpa Foto: Daniel Bockwoldt
In der Elbe wird schon gebaggert für die Fahrrinnenanpassung - bald auch auf Hamburger Gebiet.

Auch nach dem Beginn der Baggerarbeiten beschäftigt die Elbvertiefung die Justiz. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat nach Informationen von NDR 90,3 für den 28. Mai einen neuen Verhandlungstermin angesetzt. Die klagenden Umweltverbände sowie der Bund und die Stadt Hamburg wurden zu einer mündlichen Verhandlung geladen. Wenn dieser Tag nicht ausreicht, soll am darauffolgenden weiter verhandelt werden.

Manfred Braasch vom BUND Hamburg erklärte, die bereits genehmigten Ausgleichsmaßnahmen reichten nicht aus. Zudem zeige sich immer deutlicher, dass es eigentlich keinen Bedarf für die Elbvertiefung gibt. Die Umschlagsprognosen würden von Jahr zu Jahr nach unten korrigiert.

Nachbesserungen möglich

Vor rund anderthalb Jahren war zwar der Baustopp für die Elbvertiefung aufgehoben worden, in der Hauptsache wurde aber noch nicht entschieden. Beobachter gehen nun davon aus, dass eventuelle Mängel bei den Planungen nicht so gravierend sind, dass sie nicht auch noch nachträglich verbessert werden können - etwa, indem der Schutz von bedrohten Tieren und Pfanzen noch einmal verschärft wird.

Baggerarbeiten beginnen nun auch in Hamburg

Unterdessen hat Hamburg mit einigen Monaten Verzögerung die ersten Aufträge für die Baggerarbeiten erteilt. Im März sollen Schiffe anrücken, um die Fahrrinne zu vertiefen und stellenweise zu verbreitern. Jenseits der Hamburger Landesgrenze laufen die Arbeiten bereits seit dem vergangenen Sommer.

VIDEO: Darum geht's: Elbvertiefung (2 Min)

Elbvertiefung - so ist die Fahrrinnenanpassung geplant

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.01.2020 | 17:00 Uhr

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