Stand: 19.07.2019 06:47 Uhr

Eichenprozessionsspinner breitet sich aus

In Hamburg sind immer mehr Bäume vom Eichenprozessionsspinner befallen. Laut Umweltbehörde wurden bislang 460 betroffene Bäume gemeldet. Die giftige Raupe hat sich den Angaben zufolge vor allem auf dem Hauptfriedhof Altona und im Stadtpark ausgebreitet. Dennoch spricht die Behörde von einem insgesamt geringen Befall, weil die giftige Raupe nicht flächendeckend, sondern nur an bestimmten Punkten auftritt. Um die giftige Raupe zu bekämpfen werden die befallenen Bäume abgesaugt. Nach Angaben der Umweltbehörde sind diese Arbeiten bis Ende der Woche abgeschlossen. Die Kosten dafür liegen bei rund 140.000 Euro.

Mehr als 100 befallene Bäume wurden im Stadtpark gemeldet, etwa genauso viele in Billstedt und Wilhelmsburg. Fast 50 Bäume sind in Wandsbek rund um den Bramfelder See und in Kleingärten am Deelwischredder und am Steinbeker Weg befallen sowie über 160 Bäume in Bergedorf in den Vier- und Marschlanden, am Eichbaumsee und in Boberg. Auch in Eimsbüttel im Bereich Kennedybrücke und Alstervorland hat der Eichenprozessionsspinner Bäume in Beschlag genommen.

Ein neongelbes Schild warnt vor dem Eichenprozessionsspinner. © NDR Foto: Alexander Dietze

Eichenprozessionsspinner befällt Bäume in Hamburg

Hunderte Bäume sind in Hamburg vom Eichenprozessionsspinner befallen. Die Umweltbehörde lässt die betroffenen Bäume absaugen.

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Unangenehme Reaktionen bei Hautkontakt

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, der sich im warm-trockenen Klima wohl fühlt. Die Brennhaare der Raupe enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Bei Berührung der Haut mit dem Gift, kann es bei Menschen etwa zu Hautausschlägen, Juckreiz, Atemwegsreizungen und allergischen Reaktionen kommen. In der Fraßzeit der Raupen von Mai bis Juli ist die Kontaktgefahr am Größten.

"Stark erhöhter Befall"

Das Bezirksamt Hamburg-Nord spricht von einem stark erhöhten Befall. Überall dort, wo viele Menschen unterwegs sind, hat das Amt auch bereits reagiert und die Raupennester absaugen lassen. Zum Beispiel am Planschbecken im Stadtpark, an den Kinderspielplätzen und rund um die Festwiese. Um Stadtparkbesucher zu warnen werden an den Zugängen jetzt auch Schilder aufgestellt.

Die Mitarbeiter der Gartenbauabteilung sind zwar verstärkt unterwegs, um weitere befallene Bäume mit Eichenprozessionsspinnern aufzuspüren. Das Bezirksamt Hamburg-Nord bittet aber auch die besucher des Stadtparks darum, Schädlinge zu melden.

Vorsichtsmaßnahmen

  • Grundsätzlich befallene Bereiche meiden
  • Raupen und Gespinste nicht berühren
  • Sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung nach Kontakt mit Raupenhaaren
  • Empfindliche Hautbereiche (z. B. Nacken, Hals, Unterarme) schützen
  • Bei Bekämpfungsmaßnahmen Chemievollschutzanzug und Atemschutz tragen
  • Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester erkennbar sind
  • Bekämpfung nur von Fachleuten durchführen lassen

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.07.2019 | 06:00 Uhr

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