Stand: 30.07.2018 14:19 Uhr

Dutzende Einsätze für neue Justizwachtmeister

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Eine mobile Gruppe von Justizwachtmeistern sorgt seit Mai für mehr Sicherheit an Hamburger Gerichten. (Archivfoto)

Ob bei Familien- oder Drogenprozessen oder zuletzt auch bei G20-Verfahren: Weil es in Hamburger Gerichtssälen immer wieder zu bedrohlichen Situationen kommt, hat eine mobile Einsatzgruppe von zwölf Mitarbeitern ihre Arbeit aufgenommen, die unter anderem die Richter schützen sollen. Die speziell ausgebildeten Justizwachtmeister arbeiten seit Mai und hatten seitdem über 90 Einsätze.

Familienrichterin bedroht

So sei beispielsweise eine Richterin von einem Vater mit dem Tode bedroht worden, wenn ihm nicht das Sorgerecht zugesprochen werde, erklärte Justizsenator Till Steffen (Grüne). In solchen Fällen sollen Einlass- und Personenkontrollen für mehr Sicherheit sorgen. Bei den Einsatzkräften handelt es sich um Justizwachmeister, die nach einer mindestens sechsmonatigen Ausbildung eine Zusatzausbildung von zwei Wochen absolviert haben. Die Männer und Frauen seien "besonders ausgewählt", sagte Steffen. "Es sind Wachtmeister, die sich diese Aufgaben zutrauen und denen sie eben auch zugetraut werden können."

Messer, Drogen, Elektroschocker gefunden

Bei den Kontrollen wurden schon Messer gefunden, Drogen und auch ein Elektroschocker, der als Handy getarnt war. Wann die neuen Einsatzkräfte eingesetzt werden, entscheiden die Richter. Außerdem sollen Gerichte mit mehreren Eingängen so umgebaut werden, dass es künftig nur noch einen Zugang gibt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.07.2018 | 14:00 Uhr

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