Stand: 24.03.2020 12:19 Uhr  - NDR 90,3

Coronavirus: Hilfsprojekte in Hamburg

Zahlreiche Inititativen und Organisationen in Hamburg haben Hilfsprojekte ins Leben gerufen. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus wollen sie ein Zeichen setzten für Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit.

"Hoffnungsbrief" an Senioren

Innerhalb von einer Woche haben sich bei der Hamburger Diakonie etwa 1.600 Freiwillige registriert. Sie sind im Notfall bereit, insbesondere bei der Versorung älterer, hilfsbedürftiger Menschen zu helfen. Darüber hinaus hat die Diakonie-Stiftung MitMenschlichkeit die Aktion "Hoffnungsbrief" ins Leben gerufen. Dabei werden Hamburgerinnen und Hamburger dazu aufgerufen, Senioren in Alten- und Pflegeheimen einen Brief zu schreiben. Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus solle so ein Zeichen der Verbundenheit und Hoffnung gesetzt werden, wie die Stiftung am Montag mitteilte. Die Menschen in den Heimen dürfen zum eigenen Schutz vor dem Virus derzeit keinen Besuch empfangen.

Es könnten Wünsche weitergegeben werden, Gedanken oder Gedichte, hieß es. Kindern sei es möglich, auch ein Bild malen. Die Briefe könnten anonym oder mit Absenderadresse an die Stiftung gesendet werden. Diese leite sie weiter an die Menschen in den Hamburger Pflegeeinrichtungen der Diakonie.

"Gabenzaun" für Obdachlose

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Äpfel und Birnen, aber auch Zahnpasta hängen am "Gabenzaun" in Eimsbüttel.

Mit einem sogenannten Gabenzaun wollen Menschen in Eimsbüttel Obdachlosen helfen. "Liebe Nachbarn, aufgrund der Corona-Krise erleben wir derzeit eine schwierige Situation", heißt es in einem Schreiben an dem Zaun. "Doch noch nie war es wichtiger, dass wir einander helfen." Gerade in der jetzigen Krisensituation kämen vor allem obdachlose Menschen noch schwerer an Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung und ähnliches. Wer möchte, könne diese Artikel nun in eine Plastiktüte packen und an den Zaun hängen. Ein Stift, um die Tüten zu beschriften und aufzuschreiben, was sich in der Tüte befindet, hängt auch aus. Bereits Anfang der Woche hingen viele Tüten mit Zahnpasta, Äpfeln, Schokoriegeln und Kleidung an dem Zaun. Eine ähnliche Aktion gibt es seit einigen Jahren am Hamburger Hauptbahnhof.

Telefonpaten gesucht

Auch die Arbeiterwohlfahrt ruft zur Solidarität mit Älteren und Hilfsbedürftigen auf. Sie sucht Freiwillige, die für Ältere einkaufen gehen können und Telefonpaten, die mit regelmäßigen Anrufen Kontakt zu Menschen halten, die wegen der Ansteckungsgefahr zu Hause bleiben.

Die Archen in Jenfeld und Bildstedt unterstützen bis zu 120 Familien mit Lebensmittelpaketen. Darüber hinaus hält das Kinderprojekt über WhatsApp Kontakt zu mehr als 1.200 Kindern, die sonst regelmäßig die Archen besuchen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.03.2020 | 11:00 Uhr

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