Stand: 27.06.2020 14:43 Uhr

Corona: Viele wollen jetzt ein Haustier

Ob Katze oder Kaninchen, ob Hamster oder Hund: Die Hamburger wollen Tiere. Mit der Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach Haustieren zugenommen - beobachtet zum Beispiel Frank Weber, Leiter des Franziskustierheims in der Lokstedter Grenzstraße. Er betont aber auch: "Wir haben jetzt genau die gleichen Anforderungen wie vor Corona. Diejenigen, die ins Tierheim kommen und ein Tier haben wollen, worüber ich mich freue, müssen mir aber beweisen, dass das Tier in guten Händen ist."

Hund ist für 15 Jahre Familienmitglied

So sieht das auch Rauhaardackelzüchterin Ellen Hönicke-Lunau. Noch nie hatte sie so viele Anfragen, wie bei ihrem aktuellen Wurf. "Den Leute muss aber klar sein: Wenn sie sich einen Hund ins Haus holen, dass der für 15, 16 Jahre da ist - und man ihn nicht nach Corona wieder abgeben kann" betont sie. Noch tollen die Welpen Fritz, Fiete, Flieder, Förster, Florentina und Frechdachs in Hönicke-Lunaus Bramfelder Garten umher. 7,5 Wochen sind sie alt. Und zu haben sind sie nicht mehr. Schon bevor die Corona-Pandemie kam, war klar, wohin es für den Nachwuchs geht. Die Züchterin trifft sich mit den künftigen Besitzern ihrer Tiere mehrfach, um zu wissen, ob es passt.

Tierheimleiter Weber rät Menschen, die sich ein Tier vorstellen können, aber sich noch nicht ganz sicher sind, zum Gassi-Gehen vorbeizukommen und sich so an die große Verantwortung, die ein Haustier mit sich bringt, heranzutasten.

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Ein Hund blickt durch einen Gitterzaun. © colourbox

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 27.06.2020 | 19:30 Uhr

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