Stand: 01.07.2020 10:57 Uhr  - NDR 90,3

Corona: Hamburg erlaubt große Veranstaltungen

In Hamburg sind die Corona-Regeln in vielen Bereichen bereits gelockert worden. Die Veranstaltungsbranche konnte davon bisher kaum profitieren und liegt brach. Was erlaubt ist und was weiter verboten bleibt: ein Überblick.

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Mit rotem Licht macht die Veranstaltungsbranche auf ihre Problem in der Corona-Krise aufmerksam.
Was ist trotz Corona möglich?

Erlaubt sind ab Juli Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 1.000 Personen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 650 Teilnehmenden - es muss allerdings eine Genehmigung eingeholt werden und die Gäste brauchen feste Sitzplätze. Großveranstaltungen wie der Schlagermove mit mehr als 1.000 Teilnehmenden bleiben erst mal untersagt.

Welche Corona-Auflagen gibt es?

Für genehmigte Ausnahmen gelten die Abstands- und Hygieneregeln, zum Beispiel sollen sich die Gäste am Eingang ihre Hände desinfizieren, müssen mindestens 1,5 Meter Abstand zu den anderen Gästen halten und es sollte eine Nase-Mund-Bedeckung getragen werden. Voraussetzung für eine Veranstaltung mit 1.000 Teilnehmenden unter freiem Himmel beziehungsweise 650 in geschlossenen Räumen ist, dass es feste Sitzplätze gibt und dass weiter die Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Das heißt beispielsweise auch, dass in geschlossenen Veranstaltungsräumen pro zehn Quadratmeter Fläche nur eine Person da sein sein.

Gibt es keine festen Sitzplätze für die Gäste, sind die Regeln strenger: Dann dürfen im Freien 200 Menschen und in geschlossenen Räumen 100 Menschen zusammenkommen. Diese Zahlen gelten für Veranstaltungen, bei denen kein Alkohol ausgeschenkt wird. Mit Bier, Wein und anderen alkoholhaltigen Getränken gelten noch einmal strengere Regeln. In diesem Fall muss die Zahl der Teilnehmenden jeweils halbiert werden.

Wie soll es weitergehen?

Seit den Corona-bedingten Einschränkungen liegt das Umsatzniveau der ganzen Veranstaltungsbranche bei nahezu null. Laut einer aktuellen Studie ist bereits jetzt jeder dritte Arbeitsplatz in der Branche gefährdet. Betroffen sind nicht nur die Veranstaltenden selbst, sondern auch Spielstätten, Zulieferer und Dienstleister wie Technikfirmen, Bühnen- und Messebauende, Ausstattende, Cateringfirmen, Logistikerinnen und Logistiker, sondern auch und Künstlerinnen und Künstler, Musikschaffende, Dekorateure und Dekorateurinnen und andere Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmer. Mit der neuen Verordnung, die zunächst bis zum 31. Juli gilt, dürfte es in einigen Bereichen zumindest etwas besser werden.

Vertreterinnen und Vertreter der Veranstaltungsbranche forderten zuletzt im Rahmen der bundesweiten Aktion "Night of Light" einen Dialog mit der Politik, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden. Sie fordern unter anderem eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes und Nachbesserungen der Hilfskredite.

Hamburg lockert die Kontaktbeschränkungen

Hamburg Journal -

Der rot-grüne Senat in Hamburg will Großveranstaltungen unter Auflagen wieder erlauben. Zudem dürfen sich künftig auch Personen aus mehr als zwei Haushalten treffen.

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Dieses Thema im Programm:

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