Häuser in der Hermann-Distel-Straße im Villenviertel in Hamburg-Bergedorf. © picture alliance / Bildagentur-online/Ohde | Bildagentur-online/Ohde Foto: Ohde

Bergedorf: Drei fahrerlose Kleinbusse für das Villenviertel

Stand: 03.01.2021 12:35 Uhr

In der Hamburger Hafencity wird der Betrieb eines fahrerlosen Kleinbusses mit Passagieren bereits erprobt. In Bergedorf startet bald im Villenviertel ein ähnliches Projekt für autonomes Fahren.

Es klingt nach Science Fiction, im historischen Bergedorfer Villenviertel soll es aber Realität werden: Mit drei selbstfahrenden Elektro-Shuttles sollen Fahrgäste dort ab August von der Haustür bis zum Bergedorfer Bahnhof gelangen können. Der Betrieb ist zunächst für drei Monate geplant. Eine Begleitperson soll zur Sicherheit immer mit an Bord sein, falls es zu Problemen kommt.

Der Haupteingang des Bahnhofs in Hamburg-Bergedorf. © picture alliance / imageBROKER | Christian Ohde Foto: Christian Ohde

AUDIO: Autonome Kleinbusse sollen zum Bergedorfer Bahnhof fahren (1 Min)

Busse sollen auf Nachfrage fahren

Der autonom fahrende Kleinbus HEAT ist bei einer ersten Testfahrt in der Hafencity unterwegs. © picture alliance/Christian Charisius Foto: Christian Charisius
In der Hafencity ist bereits ein fahrerloser Kleinbus auf einer festen Linie unterwegs.

Anders als beim fahrerlosen Kleinbus in der Hafencity sollen die Fahrzeuge in Bergedorf nicht auf einer festen Buslinie unterwegs sein. Neu an dem Projekt ist, dass ein ganzes Wohngebiet autonom befahren werden soll - und zwar nicht nach Fahrplan, sondern "on demand", also auf Nachfrage.

Im März starten die Vorbereitungen

Voraussichtlich ab März sollen in Bergedorf die technischen Bedingungen dafür geschaffen und Informationen über die Strecken von den Bussen eingelesen werden. Diese Einlesephase ist notwendig, da die Kleinbusse zunächst das Gebiet kennenlernen müssen - etwa wo es bergauf oder über Kopfsteinpflaster geht oder wo oft Mülltonnen am Straßenrand stehen.

Dornquast: Neue Einbahnstraßen notwendig

Laut Bergedorfs Bezirksamtsleiter Arne Dornquast (SPD) werden dann einige Straßen nur noch in eine Richtung befahrbar sein, da die Busse Platz benötigen. "Wenn alles klappt, werden wir das System noch an vielen anderen Stellen in Hamburg erleben", prognostiziert Dornquast.

Federführend im Projekt sind die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein, finanziert wird es vom Bund. Autonomes Fahren ist auch eines der großen Themen beim ITS-Weltkongress (Intelligent Transport Systems), der im Oktober in Hamburg stattfindet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.01.2021 | 13:00 Uhr

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