Stand: 16.12.2018 14:39 Uhr

Angeblich Mörder gesichtet: Polizei stürmt Hotel

Großeinsatz für die Hamburger Polizei: Schwer bewaffnete Beamte haben am Samstagabend ein Hotel in St. Georg gestürmt, weil sie dort einen mutmaßlichen Doppelmörder aus Tirol vermuteten.

Busfahrer will mutmaßlichen Doppelmörder gesehen haben

Ein österreichischer Busfahrer, der in Hamburg arbeitet, hatte die Beamten alarmiert, weil er den europaweit gesuchten Friedrich Felzmann auf St. Pauli gesehen haben wollte. Dort soll der Verdächtige in ein Taxi gestiegen sein. Die Polizei konnte kurz nach der Fahrt mit dem Taxifahrer sprechen. Auch er bestätigte, einen Mann gesehen zu haben, identisch zu der Beschreibung des europaweit Gesuchten - 1,74 Meter groß, schlank, grau-blonde kurze Haare. Sein Fahrtziel: das Hotel in der Kurt-Schumacher-Allee in St. Georg.

Polizei riegelte das Hotel ab

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Niemand kommt rein oder raus: Die Polizei sperrte das Hotel in St. Georg mehrere Stunden ab.

Dutzende Streifenpolizisten umstellten das Gebäude und sperrten die Straße sowie den Eingang des Hotels ab. Die Beamten ließen niemanden ins Gebäude. Für angereiste Hotelgäste war vor dem rot-weißen Absperrband Schluss, etwa für Charlotte-Lara Streck: "Wir kamen vom Weihnachtsmarkt und wollen zum Musical 'König der Löwen'. Nun liegen unsere Karten noch im Hotel - schrecklich."

100 Zimmer durchsucht

Vor den Augen der Gäste stürmten mit Maschinenpistolen und Schutzschilden ausgestattete Beamte das siebenstöckige Haus. "Wir haben diese Hinweise sehr ernst genommen", sagte ein Polizeisprecher. Mehr als drei Stunden brauchten die Beamten, um die 100 Zimmer des nahezu ausgebuchten Hotels zu durchsuchen - allerdings ohne Erfolg. Schließlich gab die Polizei Entwarnung: Offenbar hatte der Taxifahrer einen Hotelgast mit dem flüchtigen Doppelmörder verwechselt. Auch der Straßenverkehr war während der Durchsuchung in dem Bereich eingeschränkt.


16.12.2018 14:30 Uhr

Anmerkung der Redaktion: Wir hatten zunächst berichtet, dass ein Taxifahrer die Polizei alarmiert hatte. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass es sich bei dem ursprünglichen Hinweisgeber um einen Busfahrer handelte. Wir haben den Fehler korrigiert und die Meldung präzisiert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.12.2018 | 14:00 Uhr

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