Stand: 06.06.2020 20:53 Uhr  - Hamburg Journal

Ärger um Brachfläche am Spielbudenplatz

Was tun, wenn ein Grundstück in einer der besten Lagen von Hamburg nicht bebaut wird? Auf St. Pauli sorgt das das ehemalige "Apollo-Bad" direkt am Spielbudenplatz für Stirnrunzeln bei Anwohnenden. Denn hinter der denkmalgeschützten Fassade herrscht gähnende Leere - und das seit über 30 Jahren. Der private Eigentümer ließ die Fläche in dieser ganzen Zeit ungenutzt. Dieter Lohberger vom St. Pauli Bürgerverein ärgert das. "Letztendlich wird es langsam Zeit, dass hier mal was passiert", sagt Lohberger.

Bürgerverein kritisiert Leerstand auf dem Kiez

Hamburg Journal -

Nur die denkmalgeschützte Fassade des ehemaligen Apollo-Bads steht am Spielbudenplatz noch, seit rund 40 Jahren ist die Fläche ungenutzt - zum Ärger des St. Pauli Bürgervereins.

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Eigentümer hat Grundstück vor 33 Jahren ersteigert

Eigentümer des Grundstücks ist der Spielautomaten-Unternehmer Rolf Mahnke aus Wandsbek. Vor 33 Jahren hat er das Grundstück ersteigert. Ideen hatte der heute 72-Jährige seitdem viele. "Ich habe laufend Bauanträge gestellt", sagt er.

Sealife-Aquarium oder sechsstöckiges Hotel?

Unter anderem habe das Sealife-Aquarium Interesse an dem Grundstück gehabt. "Ich wurde von der Behörde blockiert. So ging das laufend. Ich hatte das Gefühl, die wollten nicht, dass ich da was mache." Zuletzt hatte Mahnke vor einem halben Jahr die Idee, zusammen mit einem Investor ein fünf- bis sechsstöckiges Hotel zu errichten.

Bezirksamtsleiter verweist auf Bebauungsplan

Falko Droßmann, Bezirksamtsleiter in Hamburg-Mitte, verweist dabei auf den Bebauungsplan. Das Grundstück ist als Gewerbefläche und für eine viergeschossige Bebauung festgelegt. "Innerhalb dieses Rahmens muss sich der Eigentümer bewegen." Eine Änderung des Bebauungsplans zum Beispiel für Wohnungen wäre nur schwer möglich.

Droßmann wünscht sich baldige Entwicklung

"Ich appelliere an den Eigentümer, vielleicht das Grundstück nicht vergolden zu müssen - vielleicht reicht ihm ja auch, es zu versilbern", sagt Droßmann. "Im Rahmen des geltenden Rechts hat er Möglichkeiten, es zu entwickeln und das soll er nun gefälligst mal tun."

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 06.06.2020 | 19:30 Uhr

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