A7: Abriss der Autobahnbrücke bei Frost

Stand: 13.02.2021 20:18 Uhr

Kaum war die Ersatzbrücke da, haben sie die alte abgerissen - die Autobahnbrücke der A7 hinter dem Elbtunnel. Der Frost hat alles etwas verzögert, aber im Großen und Ganzen ist die Arbeit getan.

Sie ist weg, zerkleinert in nur zweimonatigem Dauereinsatz der Abbruchbagger. Ein Gewirr aus dünnen Stahlstreben zeigt, was das Problem war - die Brücke war zu filigran für die mit am meisten befahrene Autobahn Deutschlands.

Der Frost kostet Zeit

Der Frost hat noch mal Zeit gekostet. "Überall da wo man Wasser braucht, hat man bei diesen tiefen Temperaturen natürlich ein Problem, weil es einfach gefriert und beim Abbruch wird ja Wasser, Wassernebel auch dazu benutzt, um Staubentstehung zu vermeiden", sagt Martin Steinkühler von der Projektgesellschafe Deges.

Operation am offenen Herzen der Autobahn

Rechts und links brummt der Verkehr, in der Mitte wird die alte Brücke herausfiletiert. Vor allem durfte die Fahrbahn Richtung Norden nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, sie steht nämlich noch und ist erst in anderthalb Jahren dran. "Wir haben ja im November vergangenen Jahres die Umfahrung in Betrieb genommen und haben den Verkehr auf die Seite gelegt, so dass wir ein Baufeld hier bekommen haben. Der Abbruch hat sehr gut geklappt", sagt Martin Steinkühler. Dass die übrige und genauso alte Stelzenkonstruktion durch die Elbmarsch noch hält ist ein Glücksfall für Hamburg.

Fahrspuren auf Stützen

Ein paar Kilometer weiter ist der Zeitdruck ebenfalls groß - auf Stützen werden später die neuen Fahrspuren 7 und 8 ruhen, wenn die Lücke zwischen den Fahrtrichtungen geschlossen wird. Ein Portalkran, der rechts und links zwischen den bestehenden Überbauten fährt, übernehme die mit Schwertransporten angelieferten Stahlträger und verlege sie an der Stelle, wo sie hingehörten, so Steinkühler.

Autobahn wird angehoben

Weil der gesamte Untergrund in Elbnähe eher sumpfig ist muss jede Stütze auf eine mit einer aufwendige Pfahlgründung gebaut werden. Und parallel wird die A7 dann noch an mehreren Stellen mal eben komplett angehoben - ebenfalls im laufenden Verkehr. Um an zwei Stellen die maroden Riesenstützen zu ersetzen, die mitten im Fahrstrom der Hafentrucks stehen. Und immer gilt das Wichtigste: Der Verkehr auf der A7 soll fließen. "Wenn dann die Straße hier wird der ganze Verkehr, der auf der alten Brücke Richtung Elbtunnel verläuft auf das neue Bauwerk gelegt", sagt Steinkühler. Dann fange man auf der anderen Seite an, "das ist das Gleiche wie hier".

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 13.02.2021 | 19:30 Uhr

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