Stand: 27.11.2019 05:00 Uhr

Sportfotograf Schulze hält besondere Momente fest

Olympische Spiele, Schwimm-Weltmeisterschaften und Fußball-Bundesliga - das sind die Einsatzorte des Sportfotografen Lukas Schulze. Als freier Fotograf ist er weltweit bei Sportevents unterwegs und fotografiert dort für eine große Bildagentur. Mit 26 Jahren ist Schulze schon da, wo viele seiner Kollegen nie hinkommen werden. "Man muss ganz viel Leidenschaft mitbringen. Das kann auch mal sein, dass man eben 18 Stunden am Tag arbeitet", beschreibt er seinen Job. "Eine Leichtathletik-WM fängt morgens um acht an und geht bis um zehn. Das ist kein Nine-to-five-Job." Der Preis dafür: ständige Nacken- und Schulterschmerzen, immer unterwegs - weit weg von Familie und Freunden.

Sportfotograf Schulze: "Der entscheidende Moment"

"Es geht ganz viel über Emotionen"

Er ist unterwegs, um den perfekten, entscheidenden Moment abzulichten. Deshalb hat seine erste Ausstellung den Titel "Der entscheidende Moment" bekommen. Ab Mittwoch und noch bis zum 27. Februar 2020 sind die Bilder von Lukas Schulze in der Nord-Ostsee Sparkasse Flensburg zu bestaunen. "Emotionale Momente kriegt man meistens schon dadurch, dass man weiß, wie manche Spieler reagieren. Es hilft, wenn man eine Mannschaft über mehrere Spiele begleitet und auch das Stadion schon kennt - damit man auch weiß, wo die Spieler langlaufen", beschreibt Schulze seine Arbeit. "Es geht ganz viel über Emotionen, weil ich weiß, wie viel harte Arbeit hinter Erfolgen - aber auch Niederlagen - steckt. Und das sind einfach auch die Bilder, die die Menschen berühren."

Sportfotograf Lukas Schulze.

Ausstellung über Sportfotografie in Flensburg

Schleswig-Holstein Magazin -

Lukas Schulze arbeitet als freier Fotograf. Er hat bei den großen Sportevents der letzten Jahre besondere Momente festgehalten. Seine Bilder sind jetzt in Flensburg zu sehen.

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Von der Leichtathletik hinter die Kamera

Der Sportfotograf ist in Magdeburg aufgewachsen und lebt mittlerweile in Düsseldorf. Lange Zeit trainierte er selber als Leichtathlet. In einer Verletzungspause tauschte er sein Trikot gegen eine Kamera. Er war der erste Fotovolontär der Deutschen Presseagentur und gewann den Istanbul Fotoaward - eine der höchsten Auszeichnungen in der Sportfotografie. Seine Stärke liegt darin, schwierige Bedingungen für außergewöhnliche Bilder zu nutzen.

Egal ob Dirk Nowitzkis letztes Basketballspiel, olympisches Fechten oder Synchronschwimmen - bevor Lukas Schulze abdrückt, studiert der Fotograf jede Sportart genau. "Ich habe selber immer den Anspruch, mein Bestes zu geben - genauso wie das bei den Sportlern auch ist", erzählt Schulze. Als Fotograf müsste man sich immer wieder gegenseitig empfehlen, um auch in Zukunft wieder Aufträge zu bekommen. "Vor allem als Selbstständiger muss man immer am Ball bleiben und sich immer wieder neu erfinden."

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 26.11.2019 | 19:30 Uhr

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