Stand: 10.08.2020 11:04 Uhr

"Inception": Nolans Sci-Fi-Kultfilm über manipulierte Träume

Am 30. Juli ist der britisch-nordamerikanische Filmemacher Christopher Nolan - bekannt für Blockbuster wie "Batman Begins", "Interstellar", "Memento" und "Dunkirk" - 50 Jahre alt geworden. Seit Monaten wartet die Corona-krisengebeutelte Filmbranche sehnsüchtig auf seinen neuen Film "Tenet", dessen Start mehrfach verschoben wurde. Endlich steht das Startdatum in Deutschland fest: der 26. August. Und: Zum zehnjährigen Jubiläum bringt Nolans Filmverleih Warner Brothers "Inception", der Ende Juli 2010 startete, als Wiederaufnahme in ausgewählten Kinos auf die Leinwand.

"Inception" setzte im Juli 2010 neue Maßstäbe fürs Science-Fiction-Kino. Die Hauptrolle darin spielt mit Leonardo DiCaprio alias Dom Cobb als Meisterdieb, der in Träumen anderer Menschen herumwühlt. So warnt er seine Kunden: "Eines sollten Sie über mich wissen - ich bin auf eine sehr besondere Form von Security spezialisiert: Unterbewusstseins-Security." Was die Kunden nicht wissen - Cobb ist ein Meisterdieb. Er dringt nicht nur in die Träume seiner Opfer ein und kann so Informationen ausspionieren. Er kann dort sogar die Träume manipulieren und fremde Erfahrungen als eigene "implantieren". Diesen Vorgang nennt er Inception.

Leonardo DiCaprio spielt Meisterdieb, der Träume manipuliert

Konkret versucht er nun, ins Unterbewusstsein des Milliardenerben Robert Fischer Jr. (Cillian Murphy) einzudringen. Dort soll der Gedanke eingepflanzt werden, den Konzern des Vaters zu zerschlagen. Seiner Praktikantin Ariadne (Ellen Page) erklärt er den Prozess so: "Wir erschaffen die Welt des Traumes. Wir bringen die Testperson in den Traum hinein. Und diese füllt ihn mit ihren Geheimnissen". Sie hakt nach: "Und Sie brechen ein, und stehlen Sie?" Darauf gesteht Cobb: "Na ja, es ist streng genommen nicht ganz legal". Dass das Eindringen in fremde Träume, fremdes Unterbewusstsein große Risiken birgt, und dort viele Gefahren lauern, weiß Cobb. Er erklärt: "Während man träumt, fühlt sich alles real an. Dass irgendwas merkwürdig war, erkennen wir erst, wenn wir wieder aufgewacht sind." Doch: Wann genau ist man wieder wach?

Vier Oscars für "Inception" von Nolan - etwa für beste Kamera

Schauspieler Leonardo DiCaprio (links) am Set von "Inception" mit Autor und Regisseur Christopher Nolan © 2020 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved Foto: Melissa Moseley
Schauspieler Leonardo DiCaprio bespricht am Set von "Inception" Details mit dem Filmemacher Christopher Nolan. Letzterer feierte am 30. Juli seinen 50. Geburtstag.

Hans Zimmer komponierte den oscar-nominierten pulsierenden Soundtrack für das (Alb-)Traumszenario von in sich greifenden Bewusstseinsebenen. Der mit Marion Cotillard, Ken Watanabe, Joseph Gordon Levit und Michael Caine hochkarätig besetzte Thriller holte zahlreiche Preise, darunter die Oscars für die besten visuellen Effekte, beste Kamera und das beste Soundmixing. Nolan lotst sein staunendes Publikum durch ein von Philosophie durchtränktes erzählerisches Labyrinth, das seine Zuschauer immer wieder verwirrt und mit viel Action aufwartet. So faltet sich das Stadtbild von Paris mal eben so auf der Riesen-Leinwand zusammen - der Verkehr fließt trotzdem weiter.

Inception

Genre:
Science Fiction
Produktionsjahr:
2010 / 2020 (Wiederaufnahme)
Produktionsland:
USA / Großbritannien
Zusatzinfo:
mit LeonardoDiCaprio, Marion Cotillard, Joseph-Gordon Levitt, Ken Wtanabe, Michael Caine, Ellen Page
Regie:
Christopher Nolan
Länge:
148 Minuten
FSK:
16
Kinostart:
15. August

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Neue Filme | 14.08.2020 | 07:20 Uhr

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