Stand: 14.09.2017 21:45 Uhr

Oldenburger "Walk of Fame"-Stern für Bleibtreu

Schauspieler Moritz Bleibtreu ist am Donnerstag im Rahmen des Oldenburger Filmfestes mit einem Stern auf dem "Walk of Fame" geehrt worden. Mehrere Dutzend Fans hatten sich versammelt, um die Ehrung zu sehen. Zur Enthüllung des Sterns war auch Festivalleiter Torsten Neumann vor Ort. Bleibtreu sagte nach der Zeremonie: "Es scheint so zu sein, dass das eine Bestätigung dafür ist, dass das, was ich mache, doch ein paar Leuten gefällt. Wenn das der Grund dafür ist, dass man den Namen auf den Boden schreibt, ist das doch schön."

"Kein besseres Forum"

Der Eröffnungsfilm des Festivals, "Familiye", wurde von Bleibtreu koproduziert. Nach einer Premiere mit viel Applaus hat die Filmcrew mit Bleibtreu noch lange gefeiert. "Ich habe das sehr genossen. Oldenburg ist ein tolles Festival, das sich auf eine super Art und Weise entwickelt", sagte Bleibtreu. "Für unseren Film hätte es kein besseres Forum geben können. Wir hoffen, dass der Film jetzt einen Verleih findet."

Eröffnung am Mittwochabend

Das Festival wurde am Mittwochabend mit dem Sozialdrama "Familiye" eröffnet, das Bleibtreu mitproduziert hat. Das Internationale Filmfest Oldenburg zeigt rund 45 Spiel- und 15 Kurzfilme. Zum ersten Mal stelle das Festival in diesem Jahr einen Filmproduzenten in den Vordergrund, sagte Festivalleiter Torsten Neumann: den US-Amerikaner Edward R. Pressman. Pressman prägt seit rund 50 Jahren den US-amerikanischen Film, so Neumann. Zu seinen bekanntesten Werken gehört der Film "Wall Street" mit Michael Douglas. Das Festival zeigt in einer Retrospektive acht Filme des Produzenten. Dazu gehört auch die Deutschlandpremiere von "The Revolutionary" aus dem Jahr 1970 mit Jon Voight, Robert Duvall und Seymour Cassel. Pressman wird zum Festival in die Stadt kommen. Der gebürtige New Yorker hat seit 1967 mehr als 80 Spielfilme produziert und zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Starkes Independent-Kino beim Filmfest Oldenburg

Viele Stars zu Besuch

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Das Filmfest Oldenburg ehrt den US-amerikanischen Filmproduzenten Edward R. Pressman mit einer Retrospektive.

Auch Hollywoodgröße Lou Diamond Phillips, der seinen neuen Film "Quest" vorstellt und mit einem Tribute geehrt wird, kommt nach Oldenburg, ebenso wie Schauspielerin Deborah Kara Unger, die ihren neuen Film "A Thought of Ecstasy" präsentiert. Weitere Gäste auf dem Roten Teppich sind unter anderem der österreichische Filmschauspieler Arno Frisch, der Produzent Marcus Machura und die US-amerikanische Schauspielerin Lindsay Burdge.

15.000 Besucher erwartet

Die Festivalmacher kündigten zudem an, dass unter anderem vier Weltpremieren aus den USA und eine aus Kanada gezeigt werden. Dazu gehört das Boxerdrama "A Violent Man" und der Stop-Motion-Film "Junk Head". Auch neue Kino- und Fernsehproduktionen aus Deutschland sind zu sehen, etwa die Tatort-Premiere von Regisseurin Anne Zohra Berrached ("24 Wochen") mit Maria Furtwängler als Kommissarin Lindholm in "Der Fall Holdt". Mit "Alte Jungs" ist eine luxemburgische Komödie dabei. Sie beendet am Sonntag, 17. September, das Programm.

Erneut sollen zudem einige Filme des Festivals auch in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg laufen. Die Veranstalter rechnen an den fünf Festivaltagen mit rund 15.000 Besuchern. Im vergangenen Jahr lockte das Fest rund 17.000 Zuschauer an. Zu den Stargästen gehörte 2016 unter anderem Hollywood-Schauspieler Nicolas Cage.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 15.08.2017 | 17:00 Uhr

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