Die Schauspielerin Maren Eggert hält den Silbernen Bären für ihre Rolle als Anthropologin in Maria Schraders "Ich bin dein Mensch" in den Händen ©  Axel Schmidt/Pool Reuters/AP/ dpa-Bildfunk

Maren Eggert über ihren Silbernen Bären: "Ich freu' mich riesig"

Stand: 14.06.2021 13:54 Uhr

Am Sonntag sind bei der Sommer-Berlinale die Preise des Festivals vor Publikum verliehen worden. Die Hamburger Schauspielerin Maren Eggert hat den Silbernen Bären für Maria Schraders "Ich bin dein Mensch" erhalten.

Auf der Berliner Museumsinsel sind die Auszeichnungen der Internationalen Filmfestspiele Berlin vergeben worden. Die Preisträger waren bereits am 5. März bekanntgegeben worden, erhielten ihre Bären-Statuen wegen der Pandemie aber erst jetzt. Die Feier fand am Sonntagabend unter freiem Himmel zwischen den historischen Gebäuden statt.

Preis für Maren Eggerts Leistung in "Ich bin dein Mensch"

Vergeben wurden mehrere Silberne Bären, darunter für die beste Schauspielleistung in einer Hauptrolle. Darstellerin Maren Eggert wurde für die Tragikomödie "Ich bin dein Mensch" geehrt. Darin spielt sie eine Wissenschaftlerin, die einen humanoiden Roboter als Partner testen soll.

VORSCHAU: Trailer: "Ich bin dein Mensch" mit Maren Eggert (2 Min)

Bewegte Maren Eggert erhält Silbernen Bären bei Sommer-Berlinale

"Ich bin glücklich", sagte Eggert bei der Verleihung sichtlich bewegt und mit zittriger Stimme. "Ich freu' mich riesig. Es ist wunderschön." Selten sei sie so aufgeregt gewesen. Der Film soll am Montagabend auch auf der Berlinale vor Publikum gezeigt werden. Regie führte Maria Schrader, die im vergangenen Jahr für ihre Netflix-Serie "Unorthodox" einen Emmy Award für die beste Regie in einer Miniserie gewonnen hatt. Nun soll sie die Enthüllungen zweier Journalistinnen über den Ex-Filmproduzenten Harvey Weinstein verfilmen.

Erstmals wurden die Schauspielpreise nicht mehr getrennt nach Geschlecht vergeben, sondern für Haupt- und Nebenrolle. Der Silberne Bär für die beste Leistung in einer Nebenrolle ging an Lilla Kizlinger. Sie spielte im Episodenfilm "Forest - I See You Everywhere" des ungarischen Regisseurs Bence Fliegauf mit.

71. Berlinale mit Open-Air-Vorführungen

Der Goldene Bär für den besten Film ging an die Satire "Bad Luck Banging or Loony Porn" des rumänischen Regisseurs Radu Jude. Darin bekommt eine Lehrerin Ärger, weil sie einen Sexfilm dreht, der plötzlich öffentlich wird. Der Filmemacher freute sich am Sonntag über seine Auszeichnung: "Das ist fantastisch."

Die 71. Berlinale war wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr geteilt worden. Im März hatten Fachleute online Filme geschaut, nun werden bis zum 20. Juni Open-Air-Vorführungen fürs Publikum nachgeholt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 14.06.2021 | 06:40 Uhr

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