Stand: 06.05.2019 05:53 Uhr

29. Filmkunstfest MV endet mit Besucherrekord

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Ministerpräsidentin Schwesig überreichte Filmproduzent Peter Hartwig den Hauptpreis.

Das 29. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern ist am Sonntagabend mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen: 19.200 Besucher seien in diesem Jahr gezählt worden, so die Veranstalter. Das seien 2.200 mehr als 2018 und 1.200 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2017, teilte die Filmland MV gGmbH weiter mit. Das etwas kühlere kinofreundliche Wetter und das offenbar gute Programm seien die Gründe für das hohe Publikumsinteresse, sagte Festival-Chef Volker Kufahl, er sei mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Mehrere Preise für Drama "Systemsprenger"

Großer Gewinner des Filmkunstfestes war das Drama "Systemsprenger" der deutschen Regisseurin Nora Fingscheidt. Der Film gewann den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis "Fliegender Ochse", den Kritikerpreis und den Förderpreis der Defa-Stiftung. Damit setzte "Systemsprenger" seine Erfolgsserie bei deutschen Festivals fort. Auf der diesjährigen Berlinale hatte der Film einen Silbernen Bären erhalten. Er handelt von einem gewalttätigen Mädchen, das von einer Unterbringung in die nächste geschoben wird und das Jugendhilfe-System an seine Grenzen bringt.

Ehrenpreis für Katharina Thalbach

Der Ehrenpreis des Festivals, der "Goldene Ochse", wurde bei der Preisverleihungsgala am Samstagabend im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin der Schauspielerin Katharina Thalbach überreicht. Festivalleiter Kufahl nannte Thalbach eine Künstlerin, "die auf eine beeindruckende gesamtdeutsche Karriere auf dem Filmset und auf der Bühne zurückblicken kann". Sie hauche sowohl ihren großen als auch den kleinen Rollen eine Lebendigkeit ein, die ihresgleichen suche.

47 Filme in vier Wettbewerben

Insgesamt wurden bei dem Festival, das am Dienstag begonnen hatte, Preise im Gesamtwert von 42.000 Euro vergeben. In vier Wettbewerben konkurrierten 47 Filme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz um die Auszeichnungen. Im Dokumentarfilmwettbewerb setzte sich die deutsch-amerikanische Ko-Produktion "Let the bell ring" über einen Nachwuchsboxer durch. Der mit 5.000 Euro dotierte NDR-Regiepreis ging an die Österreicherin Marie Kreutzer für ihren Film "Der Boden unter den Füßen". Er wurde zu großen Teilen in Rostock gedreht - mit Valerie Pachner in der Hauptrolle. Sie erhielt den Nachwuchsdarstellerpreis. Als bester Kurzfilm wurde der deutsche Beitrag "Midas oder die schwarze Leinwand" geehrt. Den Kinderfilm-Wettbewerb gewann die deutsche Produktion "Cleo" von Regisseur Erik Schmitt.

Doppel-Jubiläum im kommenden Jahr

Die Vorbereitungen für das 30. Filmkunstfest Anfang Mai 2020 haben bereits begonnen. Das Gastland des Jubiläums-Festivals wird dann Finnland sein. Einen Monat später, im Juni 2020 feiern Schwerin und Vaasa auch das 50. Jubiläum ihrer Städtepartnertschaft.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 06.05.2019 | 05:30 Uhr

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