Szene aus der spanischen Serie "The Pier" mit Verónica Sánchez (v.r.), Álvaro Morte und Irene Arcos © SWR/Moviestar/Maria Heras

Serien in der ARD Mediathek: Tipps für den Herbst

Stand: 14.10.2021 10:14 Uhr

In der ARD Mediathek lassen sich viele spannende Serien finden - ob Thriller wie die spanische Serie "The Pier, Doku-Serien wie "Sound of Germany" mit Olli Schulz oder Komödiantisches wie die Serie "Tina mobil".

Viele Serien konkurrieren um die Aufmerksamkeit des Publikums. Hier eine aktuelle Auswahl aus der ARD Mediathek mit neuen Produktionen und alten Perlen.

Impro-Serie "Kranitz - Bei Trennung Geld zurück"

  • 6 Folgen à ca 45 Minuten (Deutschland 2020)
  • Genre: Impro-Serie

Eine "normale" Paartherapie hält Klaus Kranitz (Jan Georg Schütte) nur für teure Trennungsbegleitung. Sein Selfmade-Ansatz verspricht den schnellen Erfolg. Er bringt stockende Zweisamkeit wieder zum Laufen - in wenigen Sitzungen und mit Geld-zurück-Garantie! Um die Beziehungen seiner Kundschaft zu reparieren, ist dem unkonventionellen Paartherapeuten keine Wahrheit zu direkt und kein Mittel zu abwegig. Grimme-Preisträger Jan Georg Schütte, zugleich Regisseur und Co-Autor, verkörpert brillant den ebenso raffinierten wie abgründigen Titelhelden der sechsteiligen Serie. Das exzellent besetzte Ensemble nutzte die spielerische Freiheit des Impro-Formats, um die Besonderheiten und Absurditäten ihrer ungewöhnlichen Charaktere spontan vor laufender Kamera zu entwickeln. Als Vorlage diente das erfolgreiche ARD-Hörspiel "Paartherapeut Klaus Kranitz - Bei Trennung Geld zurück", das vom 10. Oktober an erneut in der ARD Audiothek und im Radio bei Bremen Zwei zu hören ist. Alle Folgen stehen ab 15. Oktober vorab in der ARD Mediathek und werden ab 20. Oktober im NDR Fernsehen ausgestrahlt.

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Szenenbild aus der Impro-Serie "Kranitz - Bei Trennung Geld zurück": Zwei Männer sitzen bzw. lehnen an einem Sessel. © ARD Degeto/NDR/Thomas Leidig

Kranitz - Bei Trennung Geld zurück - vorab in der Mediathek

In der sechsteiligen Impro-Serie dreht sich alles um den Selfmade-Paartherapeuten Kranitz und seine unkonventionelle Art. mehr

"Sound of Germany": Olli Schulz auf Deutschlandreise

  • 3 Folgen à 45 Minuten (Deutschland 2020)
  • Genre: Doku
  • unbegrenzte Verweildauer - alle Folgen bleiben in der Mediathek

Die dreiteilige Dokuserie "Sound of Germany" will eine schlichte und spannende Frage stellen: Wie klingt die Gesellschaft in Deutschland? Was erzählt die Musik der so unterschiedlichen Menschen über ihre Wünsche, Ängste, ihre Wut und ihre Geschichten? Olli Schulz geht dafür mit Fragen im Gitarrenkoffer auf eine Deutschland-Reise. Und besucht Menschen in den Wohnzimmern und Proberäumen des Landes und auf die Straße. Welche Menschen füllen diese Orte mit Leben? Wie klingen Seemannsheime, welche Musik hören Menschen, die auf der Straße leben? Welche Musik entsteht, wenn eine Gruppe Jugendlicher in der Provinz ihrer Wut über Rassismus Luft macht? Und welchen Stellenwert haben Lieder für eine LKW-Fahrerin, die Tage und Wochen auf der Autobahn verbringt? Olli Schulz spricht mit feministischen Rapperinnen über ihre Texte und deren Wirkung. Besucht ein Seemannsheim, um bei Shantys über das Alter und die Sehnsucht zu sprechen. Und er erlebt bei einem Techno-Event, warum diese Musik gerade jetzt so wichtig ist für junge Menschen. "Sound of Germany" öffnet den Blick für eine neue Perspektive auf Deutschlands Gesellschaft, die vielleicht schon lange nicht mehr so facettenreich war - mit viel Musik, Humor, Offenheit und dem Eigensinn, der Olli Schulz ausmacht.

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Olli Schulz vor einem Waldsee.

Sound of Germany in der ARD Mediathek

Olli Schulz macht sich auf zu einem musikalischen Roadtript durch Deutschalnd. Dreiteilige Dokuserie mit Olli Schulz extern

"Tina Mobil": Sozialkritik mit Berliner Schnauze und viel Humor

Nach 20 Jahren verliert Tina ihren Job in einer Bäckerei.

"Raus hier, du bist gekündigt, fristlos" - "Ach, ich dachte, Sklaven kann man bloß verkoofen" Zitat aus "Tina mobil"

So leicht lässt sich die Berliner Kodderschnauze jedoch nicht unterkriegen. Die alleinerziehende Mutter von drei Kindern macht sich als fahrende Backwarenverkäuferin selbstständig:

"Und dat soll funktionieren?" - "Sie backen die besten Schrippen, ich bin die beste Verkäuferin weit und breit" Zitat aus "Tina mobil"

"Tina mobil“ lebt von einer Tina mit Herz und Schnauze, die von Gabriele Maria Schmeide überragend verköpert wird. Witz, Frechheit und Optimismus sind ansteckend. Die Serie "Tina mobil" macht einfach gute Laune. Man folgt Tina gerne auf ihren Weg in die Selbstständigkeit, der nicht ganz den Konventionen entspricht. Die sechsteilige Serie steht bis zum 14. März 2022 in der ARD-Mediathek.

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Tina steht in ihrem mobilen Backwarenladen hinter der Theke. © rbb/Stefan Erhard

"Tina mobil" in der ARD Mediathek

Gabriela Maria Schmeide spielt die alleinerziehende Mutter mit viel Herz und Berliner Schnauze. extern

"The Pier" - spanische Thrillerserie vom "Haus des Geldes"-Macher

Die Macher der spanischen Erfolgsserie "Haus des Geldes" haben sich an eine neue Geschichte gesetzt. Das Glück von Alejandra und Oscar ist viel zu perfekt, um von Dauer sein. Die Guardia civil ruft bei ihr an, sie solle die Leiche ihres Mannes identifizieren, er sei in Frankfurt. Nicht nur, dass dort tatsächlich die Leiche ihres Mannes liegt, Alejandra entdeckt auch, dass Oscar ein Doppelleben geführt hat. In Rückblenden zeigt spanischen Serie "The Pier" die zwei Gesichter des Ehemannes. Aber nicht unbedingt so, wie es zu erwarten wäre.

Szene aus der spanischen Serie "The Pier" mit Verónica Sánchez (v.r.), Álvaro Morte und Irene Arcos © SWR/Moviestar/Maria Heras
Óscar (Álvaro Morte) führt in "The Pier" ein Doppelleben, von dem Verónica (Irene Arcos, rechts) nichts weiß.

Und auch Alejandra verhält sich nicht ganz so, wie man es eigentlich von ihr erwarten würde als sie auf die Rivalin Veronica trifft. Regisseur Alex Pina, der bereits mit der Serie "Haus des Geldes" gezeigt hat, dass auch Spanier spannende Geschichten erzählen können, beweist das auch mit “The Pier”. Außerdem steht in der Serie “The Pier” nicht die Doppelmoral Oscars auf dem Prüfstand, sondern vielmehr die Frage, ob man nicht auch zwei Menschen lieben kann. Dies wird mit tollen Bildern stringent erzählt. Staffel 1 und 2 der Serie stehen bis Oktober in der ARD-Mediathek.

"Der Überläufer" - Siegfried-Lenz-Verfilmung in der ARD Mediathek

  • 4 Folgen à 45 Minuten
  • Genre: Drama
  • alle Folgen bis zum 28. November in der ARD Mediathek

Nach dem Tod Siegfried Lenz' im Jahr 2014 fand sich in seinem Nachlass ein Manuskript aus dem Jahr 1951: Die Geschichte eines jungen Wehrmachtsoldaten, der die Fronten wechselt. 2015 wurde das Buch "Der Überläufer" posthum veröffentlicht. Regisseur Florian Gallenberger hat den Bestseller 2020 im Auftrag des NDR in vier Teilen verfilmt. Die Verfilmung des Bestsellers von Siegfried Lenz wirft aktuelle Fragen auf: Was ist wichtiger, Pflicht oder Gewissen? Was bedeuten Freundschaft und Liebe in einer aus den Fugen geratenen Welt? Die Handlung: 1944, im letzten Kriegssommer, macht sich der Wehrmachtsoldat Walter Proska (Jannis Niewöhner) aus Lyck in Masuren auf den Weg vom Heimaturlaub zurück an die Ostfront. Im Zug begegnet er der jungen Polin Wanda (Malgorzata Mikolajcazk), die im Waggon eine Bombe deponiert. Proska kann die Sprengladung beseitigen, doch wenig später fährt der Zug auf eine von Partisanen gelegte Mine und explodiert. Proska überlebt, befreit sich aus den Trümmern und wird von einem Trupp deutscher Soldaten aufgegriffen. Die Mini-Serie ist in der ARD Mediathek noch bis zum 28. November 2021 zu sehen.

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Walter Proska (Jannis Niewöhner) wird im Wald überrascht. © NDR/Dreamtool Entertainment

Siegfried-Lenz-Verfilmung "Der Überläufer" in ARD Mediathek

NDR Serie "Der Überläufer" um den Wehrmachtssoldaten Walter Proska (Jannis Niewöhner) in der ARD Mediathek bis zum 28.11.21 mehr

"All You Need": Boy-meets-Boy-Serie in der ARD Mediathek

Die große Liebe, ein geplatzter Lebenstraum und ein Schuldenberg - es sind universelle Themen, die die neue Serie "All You Need" behandelt. Vince schleppt Robbie in einem Club ab, beide haben einvernehmlich Sex und eigentlich würde es dann heißen - "Danke, Tschüss, kein Frühstück". Aber Vince sehnt sich mit jeder Faser seines Körpers nach einer Beziehung. Wie bei jeder Hollywoodproduktion wird auch bei "All You Need" die Suche nach Mr. Perfekt erzählt: witzig, dramatisch und sexy. Ihren Charme zieht die Serie aus seinen authentischen Figuren mit sympathischem Charakter. Deren Probleme sich nicht an der sexuellen Ausrichtung orientieren, sondern ganz allgemeingültigen von dem Wunsch nach Anerkennung erzählen.

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Robbie (Frédéric Brossier) und Mikes Chef Rainer (Karsten Speck) schauen sich wütend an. © ARD Degeto/Andrea Hansen

Serie "All You Need" in der ARD Mediathek

Die Dramedy-Serie "All You Need" steht bis zum 7. November in der ARD Mediathek. extern

"Charité Intensiv": Die harten Schicksale hinter den abstrakten Zahlen

Auf dem Höhepunkt der zweiten Pandemiewelle haben Autor Carl Giesrstorfer und sein Team den Alltag auf der Intensiv-Station 43 in der Berliner Charité begleitet. Die Doku-Serie zeigt, wie das Team täglich an die Grenzen dessen stößt, was der Mensch verkraften vermag. Dabei werden für den Zuschauer die Schicksale sichtbar, die hinter den in der Berichterstattung sonst so abstrakten Todeszahlen stecken: Eine Mutter, die Abschied von ihrer 28-jährigen Tochter nehmen muss, eine verzweifelte Familie mit zwei jungen Kindern, dessen Vater die Covid-19-Erkrankung nicht überlebt hat. Neben traumatischen Erlebnissen und Leid zeigt die Doku aber auch Szenen großer Humanität und wie sich das Team der Intensivstation immer wieder an Erfolgserlebnissen festklammert. Die Doku-Reihe kommt dabei ohne Erzähler aus - stattdessen kommen neben Angehörigen und Patienten vor allem die zu Wort, die auf der Intensivstation in der ersten Reihe gegen die Pandemie kämpfen.

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Ein Intensivmediziner hebt die Hände an einem Krankenhaus-Bett stehend. © rbb/DOCDAYS/Carl Gierstorfer

"Charité intensiv" in der ARD Mediathek

Die vierteilige Doku-Reihe steht bis April 2022 in der ARD Mediathek. extern

"Kosmonaut Nr. 1": Der erste Mensch im All

Am 12. April 1961 fliegt Juri Gagarin mit der Wostok 1 als erster Mensch in den Weltraum. Zum 60. Jubiläum hat der MDR eine Dokureihe produziert, die einen Blick hinter die Kulissen der sowjetischen Weltraummission wirft. Die Vorbereitung für den Start Gagarins in Baikonur verliefen so geheim, dass die Öffentlichkeit erst vom Flug Gagarins erfährt, als dieser schon unterwegs ist. Autor Martin Hübner widmet sich seit vielen Jahren engagiert der Geschichte der Luft- und Raumfahrt und hat zahlreiche Interviews mit Mitarbeitern des sowjetischen Weltraumprogramms geführt. Viele noch lebende oder erst vor kurzem verstorbene Konstrukteure der Wostok-Raumschiffe sowie Teilnehmer aus dem Kosmonauten-Programm kommen zu Wort. Sergej Chruschtschow, Sohn des damaligen Regierungschefs Nikita Chruschtschow, gibt Einblicke in den sowjetischen Machtapparat. Die Doku schildert aber nicht nur den ersten Flug ins All, sondern auch die Probleme Gagarins mit dem daraus folgenden Weltruhm sowie dessen mysteriösen Tod bei einem Flugzeugabsturz wenige Jahre später.

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Ein Kosmonaut vor Sternenhimmel - auf einem roten Schriftzug steht "Kosmonaut Nr.1". © Montage: MDR/Ronald Grüner

"Kosmonaut Nr. 1" in der ARD Mediathek

Die Dokuserie "Kosmonaut Nr.1" thematisiert die geheime sowjetische Weltraummission und das Leben des ersten Menschen im All. extern

 

Paul Gerardi (r., Filip Peeters) zückt seine Waffe - Szene aus der belgischen Serie "Salamander" © ZDF/Beta Film/Lies Wilaert
AUDIO: Neue Serien wie "Salamander" in den Mediatheken (4 Min)
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Franzi (Lena Klenke) und Hanna (Banafshe Hourmazdi) sitzen bei Dreharbeiten der vom ZDF produzierten Serie "Loving Her" auf einem Bett. © picture alliance/dpa/ZDF | Marcus Glahn Foto: Marcus Glahn
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Queere Serien im Mainstream angekommen

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kultur | 26.06.2021 | 11:55 Uhr

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