Die Spionage-Serie "Spy City" im ZDF - In einem Büro: Elisa Hahn (Leonie Benesch) hält eine Akte in den Händen und Fielding Scott (Dominic Cooper) stützt sich auf einem Aktenschrank ab. © ZDF und 2020 Odeon Fiction Foto: Dušan Martinček.

Tipps für die Mediatheken: Spionagethriller und eine Politsatire

Stand: 30.10.2021 09:20 Uhr

Aus den Mediatheken von ZDF und ARD stellen wir Ihnen diese Woche den Spionage-Thriller "Spy City" und die Improserie "Kranitz vor sowie vom Streamingdienst Sky die Polit-Satire "Die Ibiza Affäre".

von Silke Lahmann-Lammert

In den Mediatheken lassen sich viele Perlen entdecken: Drei Serientipps für den Herbst.

"Spy City": Klassischer Spionagethriller in ZDF-Mediathek

Berlin vor dem Mauerbau: Bei einem geheimen Einsatz tötet der britische Agent Fielding Scott (Dominic Cooper) einen Mann, der mit einer Waffe auf ihn losgeht. Ein klarer Fall von Notwehr. Seine Vorgesetzten in London sehen das jedoch anders. Scotts Opfer war Simon Haldane, ein Kollege bei MI6:

- Warum haben Sie ihn getötet?
- Sonst hätte er mich getötet.
- Das ist völlig unmöglich.
- Jeder glaubt das. Aber nur ich war dort und habe gesehen, was passiert ist. Niemand stellt die einzig richtige Frage: Warum hatte Simon
Haldane vor, mich zu beseitigen? Zitat mit Agent Fielding Scott aus "Spy City"

Die Spionage-Serie "Spy City" im ZDF -  Die Fotografin Ulrike Farber (Johanna Wokalek) an einem Schreibtisch sitzend. Auf dem Schreibtisch liegen Papiere und zwei Bücherstapel. Vor ihr sitzt ein Ausstellungsbesucher. © ZDF und 2020 Odeon Fiction Foto: Dušan Martinček.
Johanna Wokalek spielt in der Spionageserie aus Berlin die Fotografin Ulrike Farber.

Aber niemand scheint Scott zu glauben. Nun soll Scott erneut nach Berlin reisen und Kontakt zu seinem Jugendfreund, Manfred Ziegler, aufnehmen. Ein Physiker, der im sowjetischen Sektor der Stadt lebt, ein Schöpfer eines neuen Leitsystems für einen interkontinentalen ballistischen Flugkörper. Eine revolutionäre Erfindung. Scott soll den Wissenschaftler und seine Familie unbemerkt von der Stasi in den Westen bringen. Als dann doch alles anders kommt, als geplant, weiß er: Es gibt einen Maulwurf in den eigenen Reihen. "Spy City" ist ein klassischer Spionagethriller. Mit viel Stoff zum Rätseln, wem man trauen darf - und wem lieber nicht. Der Sendetermin im ZDF ist am 25. Oktober ab 22:15 Uhr. Alle sechs Folgen sind bis 30. November in der ZDF Mediathek zu sehen.

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Dominic Cooper in der Spionage-Serie "Spy City" im ZDF © ZDF und 2020 Odeon Fiction Foto: Dušan Martinček.

"Spy City" - Spionageserie in ZDF Mediathek

Die Spionage-Thriller-Serie handelt von einem britischen MI-6-Agenten, der kurz vor dem Mauerbau in Berlin 1961 einen Verräter in den eigenen Reihen finden muss. Ab Sonntag, 22:45 Uhr im ZDF und in der ZDF Mediathek extern

"Kranitz - bei Anruf Geld zurück": Improserie in der ARD Mediathek

Eine "normale" Paartherapie hält Klaus Kranitz (Jan Georg Schütte) nur für teure Trennungsbegleitung. Sein Selfmade-Ansatz verspricht den schnellen Erfolg. Er bringt stockende Zweisamkeit wieder zum Laufen - in wenigen Sitzungen und mit Geld-zurück-Garantie! Um die Beziehungen seiner Kundschaft zu reparieren, ist dem unkonventionellen Paartherapeuten keine Wahrheit zu direkt und kein Mittel zu abwegig. Grimme-Preisträger Jan Georg Schütte, zugleich Regisseur und Co-Autor, verkörpert brillant den ebenso raffinierten wie abgründigen Titelhelden der sechsteiligen Serie. Das exzellent besetzte Ensemble nutzte die spielerische Freiheit des Impro-Formats, um die Besonderheiten und Absurditäten ihrer ungewöhnlichen Charaktere spontan vor laufender Kamera zu entwickeln. Als Vorlage diente das erfolgreiche ARD-Hörspiel "Paartherapeut Klaus Kranitz - Bei Trennung Geld zurück", das vom 10. Oktober an erneut in der ARD Audiothek und im Radio bei Bremen Zwei zu hören ist. Ab 15. Oktober stehen die Folgen auch in der ARD Mediathek zur Verfügung.

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Szenenbild aus der Impro-Serie "Kranitz - Bei Trennung Geld zurück": Zwei Männer sitzen bzw. lehnen an einem Sessel. © ARD Degeto/NDR/Thomas Leidig

"Kranitz - Bei Trennung Geld zurück" in der ARD Mediathek

In der sechsteiligen Impro-Serie dreht sich alles um den Selfmade-Paartherapeuten Kranitz und seine unkonventionelle Art. extern

"Die Ibiza Affäre" - bissige Polit-Satiren-Serie bei Sky

Szene aus der Mini-Serie "Die Ibiza Affäre" mit Heinz-Christian Strache (Andreas Lust, 2.v.l) mit der Millionen-Erbin (Anna Gorshkova, l.) über Deals © Petro Domenigg/W&B Television/epa film/Sky/dpa bildfunk Foto: Petro Domenigg
Großspurig redet Heinz-Christian Strache (Andreas Lust, 2.v.l) mit der Millionen-Erbin (Anna Gorshkova, l.) über Deals - eine Szene aus "Die Ibiza-Affäre" in der vierteilige Mini-Serie.

Untreue, Bestechlichkeit und Bestechung werden dem zurückgetretenen Kanzler Sebastian Kurz aus Österreich vorgeworfen. Da fragt man sich: Hat die österreichische Politprominenz nichts dazu gelernt? Spätestens nach der Ibiza-Affäre 2019 hätte doch bekannt sein müssen, dass Korruption und Käuflichkeit böse enden können: Der Pay-TV-Sender Sky hat aus dem Polit-Skandal einen Polit-Thriller gemacht: Nikolas Ofczarek spielt in der vierteiligen Miniserie den Strippenzieher der Ibiza-Affäre, Julian Hessenthaler. Der Privatdetektiv und Mann fürs Grobe erfährt durch Zufall von einem Wiener Anwalt: "Ich habe in meinem Safe brisantes Material. So brisant wird's ja nicht sein. Naja, brisant genug, um einen bekannten Politiker in Misskredit zu bringen. - Wen?" Wie sich herausstellt, verwahrt der Jurist in seinem Tresor Fotos von der Sporttasche des FPÖ-Vorsitzenden, prall gefüllt mit Geldscheinen, die Heinz-Christian Strache von einem ukrainischen Oligarchen bekommen haben soll.

Bis auf kleine Änderungen an den Lebensgeschichten der beiden Hintermänner hält der Film sich eng an die historischen Tatsachen. Kein Wunder: Im Fall Strache schlägt die Realität jedes erfundene Krimi-Skript. "Die Ibiza-Affäre". Alle vier Teile der klugen und rabenschwarz-komischen Miniserie ab sofort auf dem Streamingdienst Sky.

"Tian - Das Geheimnis der Schmuckstraße" - Mystery mit Katharina Schüttler

Ein dunkles Familiengeheimnis, das bis in Hamburgs Chinatown der 1940er-Jahre zurückführt: Davon erzählt der Mysteryfilm "Tian - Das Geheimnis der Schmuckstraße", das Regiedebüt von Damian Schipporeit. Der Film handelt von einer Familie, die einen Neuanfang in der Schmuckstraße auf St. Pauli in Hamburg wagt. Stephan Kampwirth spielt den Bauingenieur Michael Winter, der mit seiner Frau Friederike (Katharina Schüttler) und der achtjährigen Tochter im Mietshaus seines Schwiegervaters auf St. Pauli lebt. Dort scheint es zu spuken.

Der "Nordlichter"-Film aus dem Nachwuchsprogramm des NDR wird am 31. Oktober um 01.05 Uhr im NDR Fernsehen ausgestrahlt und steht dann bis zum 15. Dezember in der ARD Mediathek zur Verfügung (FSK 12).

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Screenshot aus dem Film "Tian - Das Geheimnis der Schmuckstraße". © NDR

Tian - Das Geheimnis der Schmuckstraße

Im Mystery-Thriller "Tian" führt ein dunkles Familiengeheimnis zurück in Hamburgs "Chinatown" der 40er-Jahre. mehr

Lars Amenda (links), Historiker und Stefan Gieren, Drehbuchautor von "Tian - Das Geheimnis der Schmuckstraße" in der Schmuckstraße auf St. Pauli © NDR Foto: Patricia Batlle

"Tian" - Drehorte des Thrillers in Hamburgs Chinesenviertel

"Tian - Das Geheimnis der Schmuckstraße" mit Katharina Schüttler wurde auf St. Pauli gedreht. NDR.de hat die historischen Drehorte besucht. mehr

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kultur | 23.10.2021 | 10:55 Uhr

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