Filme 2020: Diese Highlights waren im Kino

Stand: 04.11.2020 06:00 Uhr

Viele Filmstarts wurden 2020 aufgrund der Corona-Pandemie verschoben - zum Teil ins Jahr 2021. Doch es gab genügend Filmperlen: Ein Rückblick aufs schwierige Kinojahr 2020.

von Patricia Batlle

Erst wurde im März im Corona-Shutdown der Betrieb auf Monate dicht gemacht, um im Sommer sukzessive unter neuen Bedingungen wieder zu öffnen.

Parallel erlebte das Autokino in Deutschland ein Revival. Blockbuster wie "James Bond - Keine Zeit zu sterben", "Top Gun Maverick" und das Musical "West Side Story" sind aufs Jahr 2021 geschoben worden, andere direkt in Streamingdiensten gelandet.

Ein leerer Kinosaal mit roten Sitzen © Picture Alliance Foto: Klaus Ohlenschlaeger

AUDIO: Corona-Maßnahmen - Das Ende der Kinos? (4 Min)

Welche Film-Highlights haben es 2020 ins Kino geschafft?

Zudem ist seit der aktuellen Kino-Schließung durch die Corona-Hygiene-Bedingungen ungewiss, wie es im Dezember weitergeht. Ein Grund mehr, für einen Blick zurück auf die spannendensten und schönsten Filme, die es 2020 ins Kino geschafft haben. Einige sind mittlerweile auf DVD und Bluray erschienen, andere stehen online zum Mieten zur Verfügung.

"Tenet", "Undine" und "Die Känguru-Chroniken"

Die wohl eindrücklichste Erinnerung dürfte es an den Blockbuster geben, der im August nach mehreren Verschiebungen des Starts doch noch kam - und sich dann wacker international an den Kinokasse schlug: der philosophische Zeitreise-Thriller "Tenet" von Christopher Nolan mit Robert Pattinson, Elizabeth Debicki und John David Washington. Doch bereits Anfang 2020 war ein atemloser britischer Thriller im Kino erschienen - "1917", von Sam Mendes, für den es mehrere Oscars gab. Voller Adrenalin ging es auch in Elizabeth Banks' in Hamburg gedrehen Spioninnen-Film "3 Engel für Charlie" zu.

Humorvoller ging es in Dani Levis "Die Känguru-Chroniken" zu, von Liebe und Rache handelte der poetisch-märchenhaften Liebesfilm "Undine" von Christian Petzold, von sozialer Gerechtigkeit und Polizeiarbeit in den Pariser Banlieus das Oscar-nominierte Drama "Die Wütenden" von Ladj Ly. Auch Altmeister Ken Loach erzählte in "Sorry We Missed You" vom Elend der sozial Schwachen - nämlich der Kurierfahrer in Großbritannien.

Am 16. Oktober kam die Dokumentation "I Am Greta" über die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg in die deutschen Kinos. Eine Woche später folgte Moritz Bleibtreus erste Regiearbeit: der Psychothriller "Cortex" und kurz danach Deutschlands Oscar-Vorschlag für 2020, Julia von Heinzes Drama "Und morgen die ganze Welt".

Ob also nun zu Weihnachten die Lichtspielhäuser mit ihren strikten Hygienekonzepten wieder geöffnet haben werden? Geplant ist zumindest noch der etwa Blockbuster-Start von "Wonder Woman 1984", in dem Gal Gadow als Diana Prince die Welt retten soll. Das kann sich aber jeden Tag ändern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Neue Filme | 05.11.2020 | 07:20 Uhr

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