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In Gottes Namen: Religion und Gewalt in Afrika

Montag, 03. Juni 2019, 20:30 bis 21:00 Uhr, NDR Info

Ein Mädchen zeigt bei einer Demo in Südafrika ein Schild mit der Aufschrift #bringbackourgirls, mit dem Hashtag wird weltweit gegen die Verschleppung Hunderter Mädchen in Nigeria durch die Terrorgruppe Boko Haram protestiert. © dpa-Bildfunk Foto: Nic Bothma

In Gottes Namen - Religion und Gewalt in Afrika

NDR Info - Das Forum -

Terroranschläge in Kenia, Massenentführungen in Nigeria, Aufstand in Mali. ARD-Korrespondenten diskutieren mit einem Wissenschaftler des GIGA Institutes über Gewalt in Afrika.

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Grenzgänger: Auslandskorrespondenten treffen Wissenschaftler
Eine Diskussionsreihe von NDR Info, NDR Fernsehen und GIGA

Gewaltkonflikte in Afrika nehmen zu. Seien es terroristische Anschläge in Kenia, Massenentführungen in Nigeria oder ein gewaltsamer Aufstand in Mali. So unterschiedlich diese Ereignisse sind, so werden doch häufig religiöse Motive als Hauptursache angeführt. Religion - ob Christentum, Islam oder Mischformen mit einer Vielzahl traditioneller Glaubensrichtungen - ist ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Lebens in vielen afrikanischen Ländern.

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Jugendliche in Nigeria berichten von Gräueltaten durch die Terrormiliz Boko Haram.

Sie kann Gemeinschaft und Gruppenidentität, Orientierung und Regelung schaffen, wo staatliche Institutionen zu kurz greifen oder versagen und Rechtsstaatlichkeit und Zukunftsperspektiven fehlen. Religion ist dann Bindemittel des gesellschaftlichen Zusammenhalts und sozialen Friedens. Genauso aber kann Religion oder der Missbrauch von Religion Radikalisierung und Gewalt in Afrika befördern.

Korrespondenten diskutieren mit Experten

Inwieweit die Religion und ihre Auslegung Auslöser oder für die gewaltsamen Konflikte in z.B. Kenia, Mali, Tschad oder Nigeria ist und welche anderen Faktoren eine Rolle spielen, darüber diskutierten am 29.5.19 im Hamburger Radiohaus:

Matthias Basedau
Direktor des GIGA Institut für Afrika Studien

Jens Borchers
ARD-Korrespondent im Studio Rabat, Marokko

Caroline Hoffmann
ARD-Korrespondentin im Studio Nairobi, Kenia

Das Gespräch moderierte: Julia-Niharika Sen (NDR Auslandsmagazin Weltbilder)

In den Diskussionen der Reihe "Grenzgänger" beleuchten Experten unterschiedliche Perspektiven und eröffnen Einsichten aus Forschungspraxis und Berichterstattung vor Ort. Mit einem genaueren Blick analysieren sie Konfliktursachen, identifizieren externe Einflüsse und bieten Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung an.

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