Inklusive Segel-WM in Rostock: Festtage des Miteinanders

Stand: 24.08.2023 10:40 Uhr

Noch bis zum Sonntag findet auf der Warnow in Rostock die vierte Inklusions-Segel-Weltmeisterschaft statt. 28 Crews aus sieben Nationen haben gemeldet, darunter auch die Titelverteidigerinnen von 2022.

Silke Basedow vom Hamburger Segel-Club und Nadine Löschke (FC St. Pauli Segeln) hatten im vergangenen Jahr bekannte Größen wie die Teams um den vielfachen Weltmeister Heiko Kröger (Ammersbek) und Paralympics-Sieger Jens Kroker (Hamburg) schlagen können. Basedow/Löschke gehen unter dem Teamnamen "Hamburger Deerns" als Top-Favoritinnen in den Kampf um WM-Gold. Als "Team Rostock" starten für den Rostocker Regatta Verein (RRV) Anneli Kraatz und Leo Paul Nüske. 

Erste Inklusions-Segel-WM erst vor drei Jahren

Weltmeisterschaften im Segeln gibt es schon seit mehr als 100 Jahren. Noch sehr jung ist dagegen die Inklusions-WM - erstmals ausgetragen wurde sie 2020. Aber bereits zum zweiten Mal nach 2022 ist Rostock vor der Kulisse des Stadthafens Ausrichter der globalen Titelkämpfe.

Nach der erfolgreichen Veranstaltung im vergangenen Jahr hat der Welt-Segelverband (World Sailing) die WM erneut in die Hansestadt vergeben. In zwei Kielboot-Klassen sitzen jeweils eine Person mit und eine ohne Handicap gemeinsam im Boot und kämpfen um die Medaillen.

"Festtage des inklusiven Segelns und des inklusiven Sports." Ministerin Stefanie Drese

"Die Inklusive Segel-WM ist weltweit einmalig. Ich freue mich sehr, dass sie in diesem Jahr mit Unterstützung des Landes und der Stadt Rostock nun schon zum zweiten Mal in Rostock ausgetragen wird", sagte Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport in Mecklenburg-Vorpommern, im Rahmen der offiziellen Eröffnung der Weltmeisterschaft am Mittwochabend. "Ich bin mir sicher, die nächsten Tage werden dank des großen Engagements der Stadt und der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer Festtage des inklusiven Segelns und des inklusiven Sports".

In diesem Jahr zwei Bootsklassen

Neu bei der aktuellen WM in Rostock ist, dass Zweihandteams in zwei Bootsklassen an den Start gehen. Im vergangenen Jahr war es nur die Klasse SV/14 gewesen, nun ist es auch der RS Venture Connect.

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Die SV/14-Boote mit ihrem schnellen Rumpf und ihren individuell anpassbaren Aufbauten wie Schalensitze, Fahrradlenker und elektrischer Sitzverstellung sind auch bei viel Wind sicher und stabil. Der RS Venture bringt behindertengerechte Boote auf ein nächstes Level, mit einfachen, modularen Möglichkeiten das Boot auf verschiedenste Behinderungen anzupassen, bis hin zu elektronischer Steuerungsvorrichtungen durch Ein- und Ausatmen.

Neben den Segel-Wettbewerben wird die gesamte Inklusive Segel-WM durch ein vielfältiges Sportrahmenprogramm wie Turnen, Rollstuhlbasketball, Goalball oder Tischtennis von verschiedenen Institutionen und Förderern der Inklusion im Sport unterstützt.

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 23.08.2023 | 19:30 Uhr

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