Domagoj Duvnjak vom THW Kiel gegen Nantes © IMAGO / PanoramiC

THW Kiel will gegen Nantes personellen Problemen trotzen

Stand: 08.12.2022 08:12 Uhr

Der mit Personalproblemen gebeutelte THW Kiel empfängt heute den HBC Nantes in der Champions League. Die 30:38-Hinspielpleite gegen die Franzosen hatte beim deutschen Handball-Rekordmeister für große Verärgerung gesorgt.

Kaum hat der THW Kiel mit dem 31:25-Erfolg bei Angstgegner HSG Wetzlar ein Ausrufezeichen gesetzt und Rang zwei in der Bundesliga-Tabelle gefestigt, da richtet sich der Blick schon wieder nach vorne. Heute Abend (18.45 Uhr) bestreiten die "Zebras" ihr nächstes Heimspiel in der Champions League. Gegen den HBC Nantes dürfte es nicht leicht werden, denn die 30:38-Abfuhr im Hinspiel Ende Oktober hatte bei den Kielern und vor allem Trainer Filip Jicha für große Verärgerung gesorgt.

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Filip Jicha, Trainer des THW Kiel © IMAGO / PanoramiC

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Kiels Rückraum äußerst ausgedünnt

Das Rückspiel soll anders laufen. "Mit unserer weißen Wand wollen wir unseren personellen Problemen trotzen und Nantes einen heißen Kampf liefern", sagte THW-Kapitän Domagoj Duvnjak. Der Kroate ist aktuell noch mehr gefordert als sonst, denn der Kieler Rückraum ist zurzeit dünn besetzt. Neben Rechtsaußen Sven Ehrig (Kreuzbandriss) fehlen Eric Johansson (Mittelhandbruch) und Steffen Weinhold (Kreuzbandanriss). Außerdem sind Nikola Bilyk (Oberschenkel), Karl Wallinius (Knie) und Miha Zarabec (Wadenmuskel-Zerrung) angeschlagen.

Am personellen Engpass ließ sich vor Wochenfrist die knappe Niederlage in Barcelona festmachen. "Uns sind während des Spiels die Optionen ausgegangen, und dann fehlte uns am Ende die Dynamik aus dem Rückraum", sagte Kreisläufer Hendrik Pekeler, der selbst die ersten Monate der Saison verpasst hatte.

Direkter Sprung ins Viertelfinale weit weg

Die Lage für den deutschen Rekordmeister in der europäischen Königsklasse ist bestenfalls durchwachsen. Mit nur sechs Punkten in acht Spielen sind die ursprünglich anvisierten Ränge eins und zwei in der Staffel B und damit der direkte Sprung ins Viertelfinale weit entfernt.

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"Wir wussten, dass der Anfang der Saison gerade durch die langfristigen Ausfälle von Hendrik Pekeler und Sander Sagosen sehr schwer werden würde", erklärte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi. "Wir wissen aber auch, welche Power wir aufbauen können, wenn wir für die Rückrunde wieder alle Spieler an Bord haben." Ein vorzeitiges Ausscheiden - also Platz sieben oder acht - erscheint angesichts der bisherigen Vorstellungen der beiden Kellerkinder Celje und Elverum wenig realistisch, dennoch würde dem THW etwas Zählbares gegen Nantes gut zu Gesicht stehen.

Nantes mit vielen internationalen Spitzen-Handballern

Der französische Vizemeister verfügt allerdings über internationale Spitzenkräfte wie Spielmacher Aymeric Minne, Kreisläufer Jeremey Toto, den spanischen Linkshänder Jorge Maqueda und die spanische Flügelzange mit Kauldi Odriozola und Valero Rivera Folch und konnte bislang zudem auf die Wurfkraft der Halblinken Thibaud Briet und Alexandre Cavalcanti setzen. Nantes verlor bislang nur bei den Top-Favoriten Barcelona und Kielce.

"Meine Mannschaft überzeugt mit Engagement und Intensität", sagte HBC-Trainer Gregory Cojean. Eine echte Herausforderung für die "Zebras", die vor der langen Spielpause bis in den Februar hinein international nur noch in Aalborg antreten müssen.

Miha Zarabec vom THW Kiel gegen den FC Barcelona © IMAGO / Eibner
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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 08.12.2022 | 23:03 Uhr

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