Hendrik Pekeler vom THW Kiel beim Sprungwurf. © Imago/PanoramiC

Champions League: THW Kiel unterliegt klar bei Montpellier HB

Stand: 30.09.2021 22:16 Uhr

Der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel hat am Donnerstagabend seine erste Saisonniederlage kassiert. Nach zuvor vier Siegen in der Bundesliga und zwei Erfolgen in der Champions League gab es ein 30:37 (14:18) bei Montpellier HB.

von Christian Görtzen

Für Kiel war es im neunten Aufeinandertreffen mit dem französischen Top-Club erst die zweite Niederlage. In der aktuellen Saison der Königsklasse war es der erste Patzer für den THW, der in Montpellier nicht wirklich frisch wirkte. Zuvor waren Siege im belarussischen Brest und zu Hause gegen Elverum (Norwegen) gelungen. Mit 4:2 Punkten belegt das Team von Trainer Filip Jicha nun in der Gruppe A den vierten Platz.

"Wir waren heute einfach nicht gut genug und müssen deshalb diese bittere Pille schlucken", sagte Jicha. Keeper Niklas Landin stimmte ihm zu: "Wir waren zu keinem Zeitpunkt im Spiel. Das war definitiv unser schlechtestes Spiel in dieser Saison."

Ziel der "Zebras" ist es, nach dem 14. Spieltag der Hauptrunde Erster oder Zweiter der Gruppe zu sein. Dadurch würden sie sich das Achtelfinale ersparen und direkt ins Viertelfinale einziehen. Schon am Mittwoch hatte Kiels Rivale SG Flensburg-Handewitt in der Gruppe B ein 27:27 gegen Paris Saint-Germain erreicht.

THW mit großen Schwächen in der Deckung

Den Start in die Partie verpatzten die Kieler auf ganzer Linie. Nach fünf Minuten lagen sie mit 0:4 schon recht ordentlich im Hintertreffen. Jicha blieb ruhig - noch. Der Kieler Coach brachte in der 18. Minute Torhüter Dario Quenstedt für den dänischen Weltmeister Landin, der nicht allzu viel zu fassen bekommen hatte. Dies lag aber auch daran, dass die Abwehr vor ihm nicht funktionierte.

Immer wieder gelang es den Südfranzosen, Lücken in die THW-Deckung zu reißen. Nach dem 13:9 (20.) für die Gastgeber hatte Jicha dann genug. Er nahm eine Auszeit und wies seine Spieler laut und deutlich auf so einige Nachlässigkeiten bei der Abwehrarbeit hin. Doch viel besser wurde es auch danach nicht. Zur Pause hieß es aus Sicht der Schleswig-Holsteiner 14:18.

Kieler kommen nicht entscheidend heran

Zwar stand der THW zu Beginn des zweiten Durchgangs in der Deckung etwas kompakter und damit besser, doch an der Höhe des Rückstandes änderte sich wenig. Jicha war weiterhin unzufrieden, er beorderte beim Stand von 20:24 Landin zurück ins Tor (40.). Es half alles nichts. Angetrieben von seinen 4.000 Fans, entschied der stark aufspielende französische Vizemeister die Partie weit vor dem Ertönen der Schlusssirene. Spätestens nach dem 34:27 (52.) war klar, dass sich die Kieler mit leeren Händen auf die Heimreise begeben würden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 30.09.2021 | 23:03 Uhr

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