Stand: 09.02.2020 15:28 Uhr  | Archiv

Torhüter Zieler rettet Hannover Sieg in Fürth

von Florian Neuhauss, NDR.de
Torhüter Ron-Robert Zieler von Hannover 96 © imago images/Zink
96-Torhüter Ron-Robert Zieler war in Fürth ein starker Rückhalt und parierte sogar einen Elfmeter.

Hannover 96 hat seine Negativserie in der Zweiten Liga beendet. Die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak setzte sich am Sonntag bei der SpVgg Greuther Fürth mit 3:1 (1:0) durch und feierte damit nach zuvor vier Partien ohne Dreier wieder einen Sieg. Und der war harte Arbeit: Die "Roten" mussten fast eine halbe Stunde in Unterzahl auskommen, Torhüter Ron-Robert Zieler hatte allerdings einen sehr guten Tag erwischt und parierte unter anderem einen Strafstoß. "Dass er den Elfmeter gehalten hat, war ganz wichtig für uns. Er war ein guter Rückhalt. So wie heute brauchen wir ihn", sagte Verteidiger Sebastian Jung. Die Niedersachsen, bei denen der 18-jährige Simon Stehle sein Debüt feierte und zum Endstand traf, vergrößerten den Vorsprung zu den Abstiegsplätzen auf vier Punkte.

Zieler hinten stark, Haraguchi trifft vorn

Der Spielvereinigung war das Selbstvertrauen von Tabellenplatz vier und zwei zu null Siegen deutlich anzumerken. Aber Kocaks Team, das kurzfristig auch noch auf Kapitän Marvin Bakalorz verzichten musste, versteckte sich nicht.

Beide Clubs suchten nach Ballgewinn immer schnell den Weg nach vorne. Allerdings ließen Chancen lange auf sich warten. Erstmals gefährlich wurde es in der 20. Minute - vor dem Tor von Zieler: Der Schlussmann parierte mit einer schnellen Reaktion den Kopfball von Branimir Hrgota sicher. Während den Hannoveraner Offensivaktionen die letzte Präzision fehlte, erhöhte Fürth zusehends den Druck. Bei einem Kopfball von Daniel Keita-Ruel tauchte Zieler ab (27.), Havard Nielsen köpfte aus guter Position über das Tor (28.).

Doch die Gäste brauchten nur eine Chance, um in Führung zu gehen: Nach Hereingabe von Sebastian Jung scheiterte Linton Maina noch an Torhüter Sascha Burchert, den Nachschuss versenkte Genki Haraguchi zum 1:0 (41.). Und mit diesem Stand ging es auch in Pause, weil Zieler kaum zu bezwingen war. Im "Privatduell" mit Hrgota behielt Hannovers Nummer eins noch zweimal die Oberhand (42./43.).

Videobeweis, Elfmeter, Platzverweis - und Kontertor

Auch nach der Pause blieben die Fürther zielstrebiger und gefährlicher. In der 53. Minute war auch Zieler machtlos, beim Schuss von Marvin Stefaniak rettete aber die Unterkante der Latte.

21.Spieltag, 09.02.2020 13:30 Uhr

Greuther Fürth

1

Hannover 96

3

Tore:

  • 0:1 Haraguchi (41.)
  • 0:2 Teuchert (70.)
  • 1:2 Anton (74., Eigentor)
  • 1:3 Stehle (90. +6)

Greuther Fürth: Burchert - Sauer (85. Beijmo), Jaeckel, Mavraj (67. Bauer), Max. Wittek - Seguin - Ernst, Stefaniak (59. Leweling) - H. Nielsen - Hrgota, Keita-Ruel
Hannover 96: Zieler - S. Jung, Elez, Felipe (81. Ostrzolek), J. Horn - Do. Kaiser, Anton, Prib (90.+2 M. Stendera) - Haraguchi - Maina, Teuchert (79. Stehle)
Zuschauer: 9580

Weitere Daten zum Spiel

Die Szenerie vor dem 96-Tor wurde noch wilder. Nach Videobeweis bekam Verteidiger Josip Elez wegen eines Handspiels kurz vor der Torlinie die Gelb-Rote Karte (62.). Zudem gab es Elfmeter, aber auch diesen Schuss von Hrgota entschärfte Zieler (63.). Und statt nach dem Ausgleich in Unterzahl mit dem Rücken zur Wand zu stehen, legte 96 schnell das 2:0 nach. Nach Haraguchi-Pass zog Cedric Teuchert ab und traf sehenswert ins lange Eck (70.).

96-Führung hält trotz Eigentor von Anton

Doch auch die Hannoveraner hatten einmal Pech: Den Schuss von Maximilian Wittek versuchte 96-Verteidiger Waldemar Anton noch mit dem Fuß zu klären, fälschte diesen aber stattdessen zum 1:2 ins eigene Tor ab (74.). Auf einmal war alles wieder offen. Nur drei Minuten später verhinderte Zieler bei einem Wittek-Freistoß den Ausgleich. Und der Weg zum 96-Sieg wurde noch weiter. Nach Elez musste der zweite Innenverteidiger Felipe verletzt raus (80.). Doch die Niedersachsen rückten noch einmal dichter zusammen. Mehr als einen Freistoß von Wittek, bei dem Zieler einmal mehr auf dem Posten war, ließen sie nicht mehr zu. Und den Schlusspunkt setzte ausgerechnet Stehle: Maina sprintete nach dem letzten Fürther Eckstoß mit dem Ball am Fuß über das halbe Feld und legte vor dem dann leeren Tor auch noch quer auf den Jungspund, der beim Profi-Debüt zum 3:1 traf (90.+6).

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 09.02.2020 | 22:50 Uhr

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